Stuttgart – Meister Rhein-Neckar Löwen hat im Prestigeduell gegen den THW Kiel die Muskeln spielen lassen und mit dem Gewinn des Supercups am Vorabend des Bundesliga-Saisonstarts ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Mannheimer holten sich gestern Abend durch einen 32:30-Sieg nach Siebenmeterwerfen wie im Vorjahr die Silber-Trophäe, die Ringer-Weltmeister Frank Stäbler vor dem Anpfiff in die Stuttgarter Arena getragen hatte.
Beste Werfer beim Sieger waren Nationalspieler Hendrik Pekeler, Regisseur Andy Schmid, Alexander Petersson und Jerry Tollbring mit jeweils vier Toren. Für den THW trafen Neuzugang Miha Zarabec (7) und Rückraumschütze Lukas Nilsson (6) am häufigsten. Im Shootout parierten Mannheims Torhüter Mikael Appelgren und Andreas Palicka je einen Wurf.
Der Rekord-Champion Kiel verpasste durch die Niederlage seinen zehnten Jubiläumstitel. Dabei ging es gut los: In der Anfangsphase lagen die Norddeutschen nur einmal im Rückstand – beim 0:1. Danach hatte der DHB-Pokalsieger die Partie dank einer starken Abwehrleistung zunächst im Griff. Erst Mitte der ersten Hälfte stabilisierten sich die Löwen. In der 22. Minute verhalf THW-Keeper Niklas Landin den Mannheimern mit einem kuriosen Eigentor sogar zur zwischenzeitlichen 9:8-Führung. Richtig absetzen konnte sich jedoch keiner. Bis zum dramatischen Ende. dpa