Schnell angekommen

von Redaktion

Rückkehrer Markus Ziereis trifft und macht das Offensivspiel der Löwen variabler – „So kann ich weitermachen“

Von Christoph Fuchs

München – Für Daniel Bierofka war die Pflichtaufgabe Toto-Pokal schon abgehakt, noch bevor er seine Mannschaft gestern um 10 Uhr wieder zum Training bat. „Gar nix“ könne er an Erkenntnissen für die Liga aus dem 7:0 beim TSV Dorfen mitnehmen, sagte der Trainer des TSV 1860 nach Schlusspfiff. Dazu war der Siebtligist dann doch nicht stark genug. Bierofka wusste aber auch, dass die Partie einem seiner Spieler schon ganz gut getan hat: Markus Ziereis. „Für ihn war es wichtig“, so Bierofka über seinen neuen Stürmer.

Vor zwei Wochen war Ziereis von Jahn Regensburg zu den Löwen gestoßen. Das Spiel in Dorfen war sein erstes von Beginn an. Und der Stürmer war mit zwei Toren und zwei Vorlagen an mehr als der Hälfte der Tore beteiligt. Ein Arbeitsnachweis, der aus Bierofkas Sicht zeigt: „Dass er angekommen ist, dass er Tore macht und dass er Selbstvertrauen findet.“ Auch der so gelobte 24-Jährige war positiv gestimmt: „Insgesamt bin ich zufrieden. So kann ich weitermachen.“

Bierofka wusste ja schon recht genau, wen er sich mit Ziereis in den Kader holt. Schon von 2007 bis 2013 war der gebürtige Oberpfälzer an der Grünwalder Straße beschäftigt und hatte damals auch noch mit seinem heutigen Trainer zusammengespielt. Nachdem Ziereis beim Zweitliga-Aufsteiger Regensburg zuletzt nicht mehr zum Zug gekommen war, bemühte sich der Löwen-Coach, ihn zur Rückkehr zu bewegen. „Wir wissen, wie torgefährlich er im Sechzehner ist, deswegen haben wir ihn geholt.“

Am wohlsten fühlt sich Ziereis in vorderster Front. Weil im 4-3-3 dort aber nur ein Platz ist, den Sascha Mölders besetzt, spielte Ziereis in Dorfen erstmals auf Rechtsaußen. „War für mich was neues, hat aber gut funktioniert“, sagte Ziereis im Anschluss. Das sah auch sein Offensivpartner Mölders so: „Seine Flanke zu meinem 1:0 war super gelungen.“

Und Bierofka schätzt die Option, Ziereis auch Mal als zweiten Mittelstürmer neben Mölders stellen zu können: „Das gibt mir als Trainer sehr viel Möglichkeiten, variabel zu sein. Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel abwägen, ob wir das System mal ändern und mit zwei Spitzen spielen.“

Egal wo er am Ende aufläuft, Ziereis ist froh, dass die Re-Integration in der alten Heimat so schnell klappt. Auch privat, denn Anfang September zieht er aus dem Hotel in seine neue Wohnung.

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