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von Redaktion

Botschafter tot

Der russische Botschafter im Sudan, Mirgajas Schirinski, ist tot in seinem Swimmingpool in Khartum aufgefunden worden. Wie eine Sprecherin des Außenministeriums in Moskau gestern mitteilte, erlitt der 62-Jährige vermutlich einen Herzinfarkt. Er war bereits der vierte russische Botschafter, der seit einem Jahr auf seinem Auslandsposten starb. Witali Tschurkin, der russische Vertreter bei der UNO, war im Februar überraschend bei der Arbeit zusammengebrochen und gestorben. Im Januar starb Alexander Kadakin, der russische Botschafter in Indien, nach einer Krankheit. Im Dezember war Andrej Karlow, Moskaus Gesandter in Ankara, von einem Attentäter erschossen worden.

Die AfD ist dem Vorwurf entgegengetreten, sie vertrete russische Interessen in Deutschland. „Unsere Russland-Politik hat eigentlich überhaupt nichts damit zu tun, dass wir – was uns immer wieder unterstellt wird – für Herrn Putin sind und sein autoritäres Regime“, sagte Partei-Vize Alexander Gauland.

Der mysteriöse Drohanruf bei der Frau von Außenminister Sigmar Gabriel stammt nach Polizeierkenntnissen nicht von einem türkischen Fundamentalisten – der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan trägt für den Anruf offenbar auch keine Mitverantwortung. Laut „Focus“ soll ein polizeibekannter Pöbler, der im Goslarer „Trinkermilieu“ verkehrt, seinem Unmut über die Politik der SPD in der Großen Koalition und im Wahlkampf Luft gemacht haben. Eine tatsächliche Gefahr für den Politiker und seine Frau soll von ihm nicht ausgehen.

Die schwedische Regierung hat den türkischen Botschafter wegen der Festnahme zweier Staatsbürger einbestellt. Außenministerin Margot Wallström erklärte, sie habe deutlich gemacht, dass die Entwicklungen in der Türkei aus der Sicht Schwedens „beunruhigend“ seien. Der IT-Experte Ali Gharavi war am 5. Juli bei einem Seminar über Freiheit im Internet bei Istanbul festgenommen worden, der türkisch-schwedische Schriftsteller Hamza Yalcin am 3. August in Barcelona.

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