Der selbst ernannte „Reichsbürger“ aus dem fränkischen Georgensgmünd, der 2016 einen Polizisten erschossen und zwei weitere verletzt hat, wollte aus Sicht der Staatsanwaltschaft möglichst viele Beamte treffen. Bei dem Einsatz eines Spezialeinsatzkommandos gegen ihn sollten dem Hobby-Jäger seine rund 30 Waffen abgenommen werden. Der Prozess startet am Dienstag. Der Vorwurf: Mord, versuchter Mord sowie gefährliche Körperverletzung.
Laut der Anklageschrift verschanzte er sich in seiner Wohnung hinter einem Mauereck mit Schussmöglichkeit auf die Wohnungstür. Er trug demnach eine Schutzweste und hielt die geladene Waffe schussbereit. Zunächst habe er durch die teilverglaste Tür nur einen Polizisten bemerkt und mit der Schussabgabe abgewartet. Als schließlich drei Beamte davor gestanden und versucht hätten, die Tür zu öffnen, habe sich für ihn eine besonders günstige Situation ergeben. Der 49-Jährige habe elfmal gefeuert.