Die Oscar-Nacht funktioniert wie eine Lupe – die ausgezeichneten Produktionen bündeln die Aufmerksamkeit von Medien und Zuschauern auf der ganzen Welt. Doch da die Start-Politik der Verleiher sich nicht nur am Termin der Gala in Hollywood ausrichtet, stellt sich für den deutschen Kinoliebhaber die Frage, wann bei uns welcher Gewinner-Film wo zu sehen ist. Wir verraten es:
Bei „Bohemian Rhapsody“, der Geschichte der britischen Band Queen und ihres legendären Frontmanns Freddie Mercury (1946-1991), ist es einfach: Der Film, der mit vier Trophäen die meisten in der Oscar-Nacht gewonnen hat, ist am 1. November in den deutschen Kinos gestartet – und läuft nach wie vor in den Lichtspielhäusern. Der DVD-Start des Werks von Regisseur Bryan Singer ist für 14. März angekündigt.
Ähnlich verhält es sich mit „Green Book“: Das Rassismus-Drama, das auf einer wahren Begebenheit beruht, konnte drei Auszeichnungen gewinnen, darunter jene für den besten Film. In Deutschland ist Peter Farrellys Film am 31. Januar gestartet und noch immer im Programm der Kinos. Der Verleih Entertainment One hat als voraussichtlichen Erstverkaufstag für DVD und Blu-ray den 27. Juni angegeben. Mit „Roma“ wurde in der Nacht auf Montag eine Netflix-Produktion in drei Kategorien prämiert – Alfonso Cuarón erhielt den Oscar als bester Regisseur. Sein Film ist im Angebot des Streamingdienstes für Kunden jederzeit abrufbar.
Der Superheldenfilm „Black Panther“ – ebenfalls in drei Kategorien ausgezeichnet – ist in den deutschen Kinos bereits vor einem Jahr angelaufen. DVD und Blu-ray sind längst erhältlich; Bezahlsender Sky zeigt das Comic-Spektakel von Regisseur Ryan Coogler am 4. März.
Wer indes in die britische Hofgesellschaft von Queen Anne und damit ins 18. Jahrhundert eintauchen möchte, kann dies am besten im Kino tun: „The Favourite“ mit der nun Oscar-geadelten Olivia Colman als Monarchin ist am 24. Januar gestartet und nach wie vor zu sehen. Der DVD-Start ist für 30. Juni angekündigt.
Noch eineinhalb Wochen gedulden müssen sich Fans von Regina King, die für ihre Leistung in „If Beale Street could talk“ als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet wurde. Barry Jenkins’ Leinwand-Adaption des Romans von US-Autor James Baldwin (1924-1987) startet am 7. März in unseren Kinos.
Dort ist „A Star is born“ noch immer im Programm – und damit ist „Shallow“, der ausgezeichnete Song aus dem Musikfilm von Regisseur Bradley Cooper, im perfekten Surround-Sound zu hören. Wer zuhause eine ähnlich gute Stereo-Anlage hat – oder auf die Tonqualität keinen Wert legt: DVD und Blu-ray sind bereits zu kaufen. So auch bei „BlacKkKlansman“, für den Regisseur Spike Lee und seine Co-Autoren den Oscar fürs beste adaptierte Drehbuch gewonnen haben, und bei „Spider-Man: A new Universe“, dem besten Animationsfilm.
„Vice“, die Satire über den einstigen US-Vizepräsidenten Dick Cheney, ist in den deutschen Kinos dagegen ganz frisch zu sehen: Start war am vergangenen Donnerstag.