Die Zentrale der Constantin Film in der Feilitzschstraße – sie war Bernd Eichingers († 61) Dreh- und Angelpunkt. Eines Lebens, das sich ausschließlich um Filme drehte; alles andere war, außer Tochter Nina und seinen Frauen, Nebensache. Ja, er bemühte sich auch gar nicht erst um Abwechslung in seinem Alltag, Eichinger hatte gar keine Zeit, über Profanes wie Essen nachzudenken. So aß er im „Romagna Antica“ immer Tagliatelle mit Olivenöl und Parmesan, und im Schumann’s trank er für gewöhnlich Wodka-Martini. Und auch da gab es nur Film – die Gedanken, die Gespräche, manchmal wurden dorthin sogar noch dringende Verträge zur Unterschrift gebracht. Getragen hat „Der Bernd“, wie ihn alle riefen, stets Jeans, weiße Chucks und blaues Jackett. Am 24. Januar 2011 ereilte ihn bei einem Abendessen in Los Angeles ein plötzlicher Herztod, mitten im Satz. Mit am Tisch saßen seine Tochter Nina (37) seine Ehefrau Katja (47) und Constantin-Boss Martin Moszkowicz. Am kommenden Donnerstag wäre Bernd Eichinger 70 Jahre alt geworden. Seine Ungeduld, sein schallendes Lachen, vor allem aber sein Können als bedeutendster deutscher Filmemacher, bleiben unsterblich. ULRIKE SCHMIDT