Gloria Vanderbilt war keine zwei Jahre alt, da hatte sie mehr Geld geerbt, als viele Menschen jemals verdienen. Bevor sie zum Teenager wurde, hatte sie einen erbitterten Sorgerechtsstreit zwischen ihrer Mutter und ihrer Tante hinter sich. An ihrem 18. Geburtstag war sie bereits mit einem Hollywood-Produzenten verheiratet.
Das moderne Prinzessinnenleben der Millionenerbin mit all seinen Höhen und Dramen füllte die Boulevard-Blätter weltweit und machte die Nachfahrin der berühmten US-Eisenbahndynastie zu einem der bekanntesten Society-Lieblinge der USA. Nun ist Vanderbilt im Alter von 95 Jahren gestorben, wie ihr Sohn, der CNN-Moderator Anderson Cooper, mitteilte. Bis zuletzt war die zierliche Frau, die an New Yorks schickster Adresse, dem Beekman Place, residierte, das ultimative It-Girl.
Vanderbilt, Jahrgang 1924, studierte Kunst und wurde Malerin und Designerin, vor allem für Mode. Sie heiratete viermal: den Produzenten Pat DiCicco (1941-1945), dann Dirigent Leopold Stokowski (1945-1955), danach Regisseur Sidney Lumet (1956-1963) und Autor Wyatt Emory Cooper (1927-1978). Ihre Liebhaber waren Marlon Brando („flüchtig, aber schön“), Gene Kelly („wie Brando“), Howard Hughes („sehr diskret“) und Frank Sinatra („magisch“). Trotzdem behauptete Vanderbilt stets: „Ich weiß nichts über Männer.“ CHRISTINA HORSTEN