Stimmgewaltige Heilige Nacht

von Redaktion

Das Münchner Weihnachtssingen wartet mit dem bisher größten Ensemble auf

Wenn am 10. Dezember um 19.30 Uhr in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz die Scheinwerfer angehen, bedeutet das für den künstlerischen Leiter und Erzähler der „Heiligen Nacht“ Enrico de Paruta den Auftakt zu 22 Aufführungen mit der bisher größten Solistenbesetzung in München, Ingolstadt und Regensburg.

Auf die Förderung junger Gesangstalente legt er besonderen Wert. Das gilt nicht nur für die Engelsstimmen, die er 2004 ins Leben gerufen hat. Auch ehemalige Kindersoprane, vor allem aber Absolventen der Musikhochschulen sucht er mit seinem Team in jährlichen Vorsingen aus, um junge Sängerinnen und Sänger auf dem Weg in die Gesangskarriere zu unterstützen und ihnen ein Podium vor großem Publikum zu ermöglichen. Und so gibt heuer sein Debüt im Weihnachtsspiel der Münchner Bariton Daniel Weiler, der sein Masterstudium am Salzburger Mozarteum abgeschlossen hat. Der Sänger folgt der Empfehlung seines Studienkollegen Clemens Joswig, der als Bassbariton bereits im dritten Jahr in der Doppelrolle des Komponisten Gruber und Hirten Hias begeistert.

Die sängerische Hauptrolle hat nach wie vor der bereits etablierte Opern- und Konzertsänger Manuel Ried. Der Augsburger Tenor spielt mit großer Empathie Pfarrer Joseph Mohr im Vorspiel „Das Weyhnachts-Lied“ und den Handwerksburschen Hansei in der symphonischen „Heiligen Nacht“. Die Tenorpartie des Verkündigungsengels wurde mit Arndt Krueger neu besetzt. Der gebürtige Stuttgarter studierte an der Züricher Hochschule der Künste und ist neben seiner Konzerttätigkeit Dozent am Konservatorium in Winterthur. Für seine Coverbesetzung entschied man sich für Mathieu Lanniel, der nach Abschluss des Gesangsstudiums in London an zahlreichen Meisterkursen in München teilnahm und hier heimisch wurde.

Die weibliche Hauptrolle ist auch in diesem Jahr mit Bettina Baumgartner-Geltl ideal besetzt. Die erfolgreiche Opern- und Konzertsängerin teilt sich die Sopranpartie mit der Münchnerin Anne Reich, die am Mozarteum ihr Masterstudium absolvierte.

Auch als jüngstes Ensemblemitglied kann Markus Ücker bereits auf eine langjährige künstlerische Laufbahn zurückblicken. Wie sein Bühnenkollege Lukas Gehrmann startete er als Engelsstimme. Nach dem Stimmwechsel kamen beide als Baritone zurück und schlüpften in die Rolle der Hirten. Und die gehören laut Thomas Text zu den „Guten“. Den Gegenpart stellen die Stadterer dar. Sechs Solistinnen und Solisten des Vokalensembles musica Bavariae (Leitung: Sebastian Schober) spielen die sogenannte feine Gesellschaft – darunter die Baritone Christof Högg und Niklas Mallmann, der bereits an Bayerischen Staatstheatern singt.

Das große Gesangsensemble begleitet ein ebenso ausgewähltes Solistenorchester. Der Münchner Geiger Tomislav Butorac ist Primarius der Thoma Geigenmusik und leitet als Konzertmeister die Instrumentalisten: Konzertgitarrist Perry Schack, die Harfendozentin Caroline Schmidt-Polex, Organist und musikalischer Leiter der Engelsstimmen Benjamin Schiefer, Flötistin Ildiko Juhasz, Veronika Hofer am Hackbrett, das Dellnhauser Bläserquartett unter Michael Eberwein und Michael Gottwald am Schlagwerk.

Zwei Mitwirkende ergänzen wortgewaltig das Ensemble: der Charakterschauspieler Lutz Bembenneck als Pfarrprovisor Nöstler und der beliebte BR-Moderator Hans Kornbiegler. In Einspielungen führt er mit seiner unverwechselbaren Stimme durch das historische Vorspiel. Darauf und auf einige Neuerungen in Musik und Inszenierung darf man sich heute schon freuen.

Noch gibt es Karten bei München Ticket, Tel 089/54 81 81 81 und online unter www.heilige-nacht.com

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