Neumarkt-St. Veit – Der Neumarkter Kulturbahnhof füllte sich am Samstagabend mit Klängen unterschiedlicher Komponisten verschiedener Epochen. Einige Schüler der Mühldorfer Sommerakademie hatten bei diesem Konzert die Möglichkeit vor Publikum ihr Können unter Beweis zu stellen.
Tadashi Forck eröffnete mit seinem Violoncello den Abend. Er spielte Robert Schumanns Fantasiestücke op. 73 „Zart und mit Ausdruck“ und „Lebhaft, licht“. Am Klavier begleitete ihn Anna Kirichenko. Es folgte Sara Grotzki mit ihrem Violoncello, die ebenfalls von Anna Kirichenko begleitet wurde. Sie spielte „Allegro non troppo“ aus Dimitri Shostakovichs Sonata op. 40. Satoshi Morioka aus Japan machte einen zeitlichen Sprung zurück zu Johann Sebastian Bach mit „Largo und Allegro“ aus der Sonate für Violine solo C-Dur BMV 1005. Die darauffolgende Sonate op. 11/4 für Viola und Klavier von Paul Hindemith teilten sich Paula Mengel und Nils Schäfer mit Alicia Alvarez und Ludmilla Kogan. Paula Mengel mit ihrer Viola und Nils Schäfer am Klavier begeisterten das Publikum mit „Fantasie – Thema mit Variationen“. Daran schlossen Alicia Alvarez (Viola) und Ludmilla Kogan (Klavier) mit „Finale (mit Variationen)“ an.
Lisa Kuhnert und ihre Violine faszinierten das Publikum mit der „Passacaglia“ aus den Rosenkranz-Sonaten, einem großen zyklischen Werk von Heinrich Ignaz Franz Biber. Für Neasa Ni Bhriain, Teilnehmerin am ARD-Musikwettbewerb 2013, war es ein besonders spannender Abend. Zur Klavierbegleitung von Ludmilla Kogan spielte sie „Allegro“ aus dem Violakonzert von Béla Bartók. Dieses Stück hat die junge Irin für ihre Bewerbung beim Staatsorchester Weimar ausgewählt. Die Stellen in Orchestern sind hart umkämpft und die Aufnahme eine große Herausforderung für die Musiker. Vom Publikum im Neumarkter Kulturbahnhof hätte sie am Samstagabend die Stelle auf jeden Fall bekommen. Die junge Bratscherin bekam tosenden Applaus.
Samuel Abreu beendete den Abend mit „Concerto ‚Alla Mendelssohn‘“ von Giovanni Bottesini – von Anja Kleinmichel am Klavier begleitet. Für seinen Kontrabass war es ein echtes Heimspiel, denn er stammt aus der Werkstatt Krahmer in Neumarkt-St. Veit.