Moritaten, Geschichten, Volkslieder

von Redaktion

Morgen ist „Tag der Volksmusik“ mit Gelegenheiten zum Mitsingen

Seeon –Gleich nach der vollständigen Generalsanierung von Kloster Seeon zum Kultur- und Bildungszentrum des Bezirks Oberbayern hat das Volksmusikarchiv und die Volksmusikpflege erste Veranstaltungen in den neu gestalteten Räumen angeboten: Die beiden großen Ausstellungen „Volksmusik im Chiemgau – Dokumente zu 200 Jahren Volksmusiksammlung und -pflege“ im Jahr 1994 und „Wastl Fanderl – Volksmusikpflege in Oberbayern“ im Jahr 1996 waren sehr gut besucht.

Es folgten die Begegnungen „Seeoner Gespräche“ zu aktuellen Themen und historische Tanzveranstaltungen, Konzerte und Matineen im Festsaal mit „Dokumenten regionaler Musikkultur in Oberbayern“. Auch gesellige Singen fanden von Anfang an statt.

Im Jahr 2000 wurde ein Wirtshaussingen in der Klostergaststätte „live“ aufgenommen und auf der CD „Der Saubärgrunzer und andere Köstlichkeiten“ verewigt.

Neben Wochenend-Fortbildungen zum geistlichen Volkslied und zum Thema „Bayerische Geschichte im Lied“ (ab 1997) ist besonders das Volksmusikwochenende „Aus alten und neuen Notenbüchern“ (ab 1994) mit zuletzt über 140 aktiven Musikanten und Sängern beliebt.

Jährlich zum Erntedankfest am dritten Sonntag im September ist „Klösterlicher Markt“. Seit dem Jahr 2000 wird er verbunden mit dem „Tag der Volksmusik“, durchgeführt vom Volksmusikarchiv und der Volksmusikpflege des Bezirks Oberbayern. Auch am morgigen Sonntag, 17. September, findet von 11 bis 17 Uhr der „Tag der Volksmusik“ bei jedem Wetter (im Freien oder im Festsaal) statt. Die Besucher können Volksmusik hautnah und persönlich erleben.

Das Volksmusikarchiv ist mit einem Informations- und Verkaufsstand mit Noten, Liederbüchern und CDs vertreten und lädt im stündlichen Wechsel zum Zuhören und Mitmachen ein:

Um 11 Uhr heißt es „De Gamserl schwarz und braun …“ mit der „Frühschoppen-Musi“ und bayerischen Liedern zum Selbersingen.

Um 13 Uhr gibt es Balladen, Moritaten und gesungene Geschichten unter dem Motto „Bin i da Boarisch Hiasl“.

Um 14 Uhr sind alle Kinder und Familien, Eltern und Großeltern mit lustigen bayerischen Mitmach-Liedern angesprochen „Wo kemman denn de Kinder her …?“.

Um 16 Uhr werden gemeinsam Lieder aus der „Sammlung oberbayerischer Volkslieder“ von Kiem Pauli angestimmt. Das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern stellt zu allen Themen Liederhefte bereit.

Um 15 Uhr stellt im Festsaal von Kloster Seeon Bezirkstagspräsident Josef Mederer die neue Instrumental-CD des Volksmusikarchivs vor: „Holzbläserquartett und andere Instrumente“. Hörbeispiele spielt ein Klarinettenquartett (Leitung Wolfgang Forstner) und eine Saitenmusik (Leitung Evi Plomer, Oberaudorf). Die neue CD mit 25 Sücken in unterschiedlichen Besetzungen kostet zehn Euro.

Und noch etwas Besonderes: Wer sein Instrument mitbringt, hat im Anschluss an die CD-Vorstellung Gelegenheit, mit Wolfgang Forstner zwei Stückl aus dem Notenheft zur CD anzuspielen.

Der „Tag der Volksmusik“ am Erntedankfest endet auf Einladung von Pfarrer Dr. Hans Huber um 17 Uhr besinnlich in der Klosterkirche Seeon mit 30 Minuten Harfenmusik (Hans Auer), Liedern und Gedanken zum Tagesausklang: „Herr, bleib bei uns und weiche nicht“.ES

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