„Vermacht – verfallen – verdrängt“

von Redaktion

Ausstellung zu Kunst und Nationalsozialismus in der Städtischen Galerie Rosenheim

Rosenheim – Die Städtische Galerie Rosenheim präsentiert zu ihrem 80-jährigen Bestehen bis 19. November die Ausstellung „Vermacht – verfallen – verdrängt – Kunst und Nationalsozialismus“. Erstmals in der Geschichte des Hauses wird mit dieser Ausstellung die Zeit des „Dritten Reiches“ und deren Bedeutung für die Entwicklung der Rosenheimer Kunstsammlung dargestellt: Es geht um die zentrale Rolle der voralpinen Sujets des Inntals, Chiemgaus und Mangfallgaus für das Kunstverständnis im „Dritten Reich“, die Beliebtheit gerade Rosenheimer Maler bei den Nationalsozialisten, die Rolle der Städtischen Sammlung und des Rosenheimer Kunstvereins. Thematisiert wird auch das Ansehen der Maler nach dem Ende der NS-Diktatur und wie es den nicht konformistischen Malern erging.

Bei den meisten der ausgestellten Künstler handelt es sich um angesehene Persönlichkeiten, deren erste regionale und nationale Erfolge nicht auf die Politik des Nationalsozialismus zurückzuführen sind. Das „Dritte Reich“ bot ihnen jedoch Möglichkeiten, ihre bisherigen künstlerischen Erfolge durch die Beteiligung an ideologiekonformen Ausstellungen um ein Vielfaches zu übertreffen.

Bekannte Rosenheimer Künstler, die in oder nahe Rosenheim lebten und arbeiteten oder mit Rosenheim eng verbundene Künstler, wie Hans Müller-Schnuttenbach und Anton Müller-Wischin gehörten zu den erfolgreichsten Teilnehmern an der Großen Deutschen Kunstausstellung (GDK) im Haus der Kunst in München in den Jahren 1937 bis 1944.

Begleitend zur Ausstellung wurde mit Hilfe von Fördergeldern der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung ein Katalog erstellt, in dem Experten wie Privatdozent Dr. Christian Fuhrmeister vom Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Dr. Oliver Kase von der Bayerischen Staatsgemäldesammlung oder Professorin Magdalena Bushart von der Technischen Universität Berlin zur Problematik der NS-Kunst Stellung nehmen.

Ausstellungsbegleitend bietet die Galerie ein kulturelles Rahmenprogramm, kunstpädagogische Angebote für Schulklassen, Sonderführungen und Diskussionsrunden.

Informationen

zur Ausstellung unter Telefon 08031/ 3651447 und E-Mail: staedtische-galerie@

rosenheim.de

Öffnungszeiten

Geöffnet ist die Ausstellung bis 31. Oktober dienstags bis freitags, 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags, von 13 bis 17 Uhr, am 3. und 31. Oktober ebenfalls von 13 bis 17 Uhr. Am Freitag, 27. Oktober, ist erst ab 13 Uhr geöffnet. Montags und an sonstigen Feiertagen ist geschlossen.

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