Das deutsche Requiem

von Redaktion

Euregio-Oratorienchor und Prager Philharmoniker in der Basilika

Altötting – Am Sonntag, 19. November, wird um 18 Uhr eine der bekanntesten Kompositionen von Johannes Brahms in der Altöttinger Basilika aufgeführt. Der Komponist hat sein Werk „Ein deutsches Requiem“ genannt. Euregio Oratorienchor, namhafte Solisten vom Münchner Gärtnerplatztheater sowie erstmals die Prager Philharmoniker musizieren unter Leitung von Dirigent André Gold.

Mit diesem Werk verbindet Gold selbst zwei wichtige Ereignisse: Er dirigierte es erstmals 2009 in München als Abschluss seines Studiums in der Meisterklasse Dirigieren mit den Münchner Symphonikern und ein zweites Mal im Rahmen der „Landesausstellung Oberösterreich-Bayern“. Nicht zuletzt war es die länderübergreifende Ausstellung, die den Gedanken des „Euregio-Chores“ reifen ließ und Jahre später auch im Euregio Oratorienchor seine Verwirklichung fand. Seit dieser Zeit ist es dem Chor ein Anliegen neben Euregio auch die musikalische Zusammenarbeit weiter in die Nachbarländer zu spannen.

Die Prager Philharmoniker wurden als Filmmusikorchester gegründet und sind eines der ältesten Orchester seiner Art. Einladungen weltweit, CD-Aufnahmen bei bekannten Labels, nicht zuletzt mit Sol Gabetta und Jonas Kaufmann, bezeugen die hohe künstlerische Qualität. Diese Qualität hat sich auch der Oratorienchor als Ziel gesetzt, besonders weil dieses Werk vom Chor und seinem Gesang lebt.

Denn im Gegensatz zu den konservativen Requien fehlt diesem Werk das herkömmliche Korsett. Im Gegenteil: Brahms gestaltete sein Deutsches Requiem nicht als Trauermusik, sondern zum Trost derer, „die da Leid tragen“, also vor allem als eine von Ernst, Würde und Zuversicht getragene Musik für die Lebenden. Diese Zuversicht spiegelt sich im gesamten Werk durch kraftvolle Unisono-Passagen. 1861 begann er mit der Zusammenstellung der Texte und komponierte die ersten beiden Sätze. In den Jahren 1865 und 1866 entstanden die Sätze IV, III, VI und VII. Der Satz V wurde erst im Mai 1868 komponiert und nach den ersten Aufführungen in das Werk eingefügt.

Die anspruchsvollen Soloparts übernehmen Sophie Mitterhuber (Sopran) und Christoph Filler (Bariton). Besonders für den Sopran ist die Partie „Denn ihr habt nun Traurigkeit“ mit Respekt besetzt. Brahms fordert hier glänzende Höhe vereint mit besonders langen Phrasen. Aber auch vom Bariton wird ein Stimmumfang bis in die Tenorlage verlangt. Ein rundum meisterliches Werk also mit hohem musikalischen wie technischen Anspruch, das die Zuhörer trotz Trauerthematik nach 70 Minuten in Hoffnung und Zuversicht entlässt.

Karten gibt es über

Inn Salzach Ticket

und den angeschlossenen Vorverkaufsstellen.

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