Musikalisch große Reise

von Redaktion

Was machen ein Brasilianer, ein Kameruner, ein Japaner ein Slowake, und ein Schwabe in Mühldorf? Was klingt wie der Anfang eines Witzes, kann ganz simpel beantwortet werden: Sie schenkten dem Publikum im Mühldorfer Stadtsaal einen wirklich außergewöhnlichen Musik-Abend. Drei Perkussionisten, ein Pianist und ein Bassist machten Rhythmus spürbar und hörbar. Bass (Peter Cudek) und Piano (Walter Lang) gaben den Rhythmen eine Melodie als Rahmen, durch die die Percussion-Instrumente für jeden zugänglich wurden. Der Brasilianer Marco Lobo (Bild links) spielte Soli an Instrumenten, die eigentlich keine sind – zum Beispiel einer riesigen Plastik-Flasche oder Röhren. Kreativ, akustisch-experimentell und sehenswert. Er ließ darüber hinaus über konventionelle Percussions-Instrumente hören, dass er für jede Jazz- oder Rockband eine Zierde wäre. Und führte traditionelle Instrumente vor, die in Afrika und Lateinamerika verbreitet sind. Njamy Sitson aus Kamerun wird nicht nur durch eine klare Kopfstimme und eine erzählende Art des Singens im Gedächtnis bleiben. Er zauberte auch virtuose, afrikanische Trommel-Rhythmen (rechtes Bild, links). Taiko-Trommler und Sänger Takuya Taniguchi (rechtes Bild, rechts) aus Japan sang Volkslieder seiner Heimat. Die Art, wie er seine Trommel spielte, glich einem energiegeladenen Tanz, war also auch optisch etwas ganz anderes.Fotos kob

Artikel 6 von 7