Eggenfelden – Ingeborg Bachmanns Zitat „Die Geschichte lehrt uns, aber sie findet keine Schüler“ war für Rüdiger Bach ein Impuls. Er beauftragte den Autor Brian Lausund, der einige Jahre am Theater an der Rott als Oberspielleiter tätig war, für ihn ein Stück zu schreiben. So entstand „Brachland“, das am morgigen Freitag mit Rüdiger Bach seine Uraufführung feiert. „Brachland“ ist die Geschichte oder vielmehr eine Art „Zustandsbeschreibung“ von und über Mark Erhardt, der über sein Leben und die Veränderung seines Landes erzählt und das Rentensystem ebenso anprangert wie die Realitäts- und Weltfremdheit der Politiker. Der kleine, normale Mann, der sich permanent im Überlebenskampf befindet und sich im Hamsterrad dreht, wird weder wahr- und schon gar nicht ernst genommen. Ursachen und Gründe dafür sieht er schon lange vor der Dominanz von Überfremdung und Randgruppen. Mark spielt mit seiner rechten Gesinnung und beginnt an die Verantwortlichen des Landes Fragen zu stellen, die keiner hören will: „Wie ernst ist es den Leuten mit einer Zukunft, an der wir normalen Deutschen auch beteiligt sind? In welchem
Deutschland wollen Sie denn leben? Was ist Ihre Vorstellung von einem lebenswerten Deutschland und welche Visionen haben Sie?“ Natürlich ist es wieder ein Spiel mit der Angst vor dem Fremden und das alte Lied der Gerechtigkeit und die Rechte der Zu-kurz-Gekommenen. Regie führt Intendant Dr. Uwe Lohr.
Weitere Aufführungstermine: Samstag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr; Sonntag, 29. Oktober, um 18.30 Uhr; Samstag, 4. November, um 19.30 Uhr; Sonntag, 5. November, um 17 Uhr und auf Anfrage auch Schulvorstellungen.
Karten für „Brachland“ gibt es bei den Verkaufsstellen von Inn-Salzach-Ticket sowie im „Theater an der Rott“ in Eggenfelden unter Telefon 08721/1268980.