Benefizkonzert

Perfekte und mitreißende Aufführung

von Redaktion

Grandioser Konzertabend im Zangberger Ahnensaal für den Anna Hospizverein

Zugunsten des Anna Hospizvereis waren im Zangberger Ahnensaal Adelina Oprean, Violine, Gérard Wyss, Klavier und David Pia, Violoncello zum 15. Mal zu Gast. Unterstützt wurden sie von Andrei Harabagiu, Viola und Anja Bartos, Violine. Sie eröffneten mit der Sonatine in D-Dur von Franz Schubert. Oprean und Wyss, gelang es die lebhaften, unablässig vorwärts drängenden Ecksätze lebendig zu gestalten. Das schöne „A-Dur-Andantino“ mit seinen Anklängen an ein Mozartlied formte Adelina Oprean mit samtenem Violinton aus und machte dieses Werk zum wahren Erlebnis.

Beim Mozarts Klavierquartett in Es-Dur gesellten sich Andrei Harabagiu, Viola und David Pia, Violoncello hinzu. Der erste Satz mit seinem schwungvollen, romantisch anmutenden Allegro-Thema, gab dem Ensemble die Möglichkeit zur prächtigen Entfaltung im Zusammenspiel. Das von schwärmerischem Ausdruck beherrschende ,„Larghetto“ das zu Mozarts schönsten Sätzen gehört, spielten sie in reinem Wohllaut heraus. Und auch das Finale gelang ihnen mit geradezu Mozartscher Leichtigkeit zu gestalten.

Nach der Pause bildete das Klavierquintett f-moll op. 34 von Johannes Brahms den krönenden Abschluss. Das eröffnende „Allegro non troppe“ gelang es den Musikern auf faszinierende Weise, zwischen den gleichberechtigten Stimmführung der Streicher und solistischen, herausfordernden Klavierpart und auch die deutlichliche Gegenüberstellung von lyrischen und dramatischen Passagen, bestechend sensibel zu interpretieren.

Das verträumte „Andante, un poco Adagio“ mit seinen terzen- und sextengesättigten liedhaften Themen, von den Streichern im Klangdialog mit Gérard Wyss mit sensiblem Klavierpart wurde mit viel Ausdruck vorgetragen und verbreitete wohltuende klangliche Wärme im vollbesetzten Ahnensaal aus.

Im temperamentvollen c-moll-Scherzo mit rhythmischen, von Synkopen geprägten Passagen, und heiteren Tanzabschnitten, gefolgt von einem abwechselungsreichen „Finale“ konnte das Ensemble in seiner ganzen Virtuosität glänzen. Mit überzeugender Spielkunst und einer atemberaubenden Demonstration ihres Zusammenspiels, gelang ihnen eine perfekte und mitreißende Aufführung dieses klangvollen Werks. Für die zurecht ergangenen Beifallsstürme bedankte sich das Ensemble mit dem „c-moll-Scherzo“ als Zugabe.

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