Waldkraiburg – Die letzte Ausstellung des Jahres in der Städtischen Galerie im Haus der Kultur dreht sich um die Papierarbeiten von Martin Assig. Unter dem Titel „Die Großen“ zeigt der Berliner Künstler Werke aus der Serie St. Paul, die er 2009 begonnen hat und seitdem konsequent weiterverfolgt.
Die intensiv farbigen Papierarbeiten in einer speziellen Mischtechnik aus Tempera, Ölkreiden, Aquarell und Wachs sind geprägt von abstrakten Mustern und geometrischen Figuren: mal Menschen und Tiere, mal Gesichter oder Kleidungsstücke. Häufig sind den Bildern Beschriftungen beigegeben, einzelne Worte oder Textfragmente, die in der Regel jedoch keinen unmittelbaren Bezug zum Dargestellten haben.
Doch trotz – oder vielleicht gerade wegen – ihrer scheinbaren Unbestimmtheit sprechen diese Bilder existenzielle Fragen an, die jedoch nicht ausformuliert werden, sondern eher wie ein offenes Angebot, an das „Denken und Hören, Sehen, Fühlen“ der Betrachter wirken. In ihnen geht es um elementare Aspekte des Menschseins, um Leben und Tod, um Endlichkeit, Liebe und Hoffnung. Dabei ist der Bezugsrahmen dieser Arbeiten nicht nur ein persönlicher, sondern auch ein kultureller; er speist sich aus dem weiten Feld von Literatur, Philosophie und Kunst. So eröffnen Farben, Formen, Worte und angedeutete Inhalte einen weiten (Bild-)Raum für eigene Gedanken und Assoziationen, über das, was das Leben in seinem Kern wirklich ausmacht, oder ausmachen könnte.
Vernissage ist am Donnerstag, 16. November, um 19 Uhr, der Künstler wird persönlich anwesend sein.
Die Öffnungszeiten bis 7. Januar: Dienstag bis Freitag von 12 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Feiertags geschlossen. Führungen für Schulklassen und Gruppen nach Absprache. Weitere Informationen unter www.galerie-waldkraiburg.de.