Die „Heilige Familie“ tritt ab

von Redaktion

Wasserburg – 20 Jahre lang war Michael Altinger mit seinem Weihnachtsprogramm „Meine Heilige Familie“ in der Vorweihnachtszeit auf den Kleinkunstbühnen unterwegs. Jetzt präsentierte der Eiselfinger sein Erfolgsprogramm rund um Weihnachten zum letzten Mal – im ausverkauften Festsaal des Inn-Salzach-Klinikums. Dem Publikum bescherte er einen abwechslungsreichen Abend zum Lachen, Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken.

Mit Leidenschaft kauft und genießt der Kabarettist schon im August die ersten Lebkuchen. Weihnachtslieder von Peter Alexander oder Heintje sorgen dabei für die musikalische Umrahmung und strapazieren die Nerven der Familie. Auch der Körperumfang steigt bis zum Heiligen Abend traditionell erheblich, füllt Altinger ihn beim bedächtigen Geschenke-Auswählen doch jede freie Minute mit Bananen und Mon Chéri. An Heiligabend genießt man dann Weißwürste und die Eltern spielen erfreut mit den Geschenken der Kinder. Altinger präsentiert Weihnachten aus der Sicht der Väter und Ehemänner. Und was läge an Weihnachten näher? Er versetzt sich in die Lage Josefs und fragt, was wäre, wenn Jesus nicht vor 2000 Jahren in Bethlehem geboren worden wäre, sondern jetzt? Wie hätte Josef auf den Sohn des Heiligen Geistes reagiert und wie wäre denn die Herbergssuche heute verlaufen…? Doch ein Wunsch schlummerte auch bei Altinger tief im Innern: der Wunsch nach einer weißen Winterlandschaft zu Weihnachten.

Musikalisch begleitet wurde Michael Altinger wie immer von seiner Ein-Mann-Band Martin Julius Färber. Mit begeistertem Applaus entließ das Publikum die beiden in die – mehr oder weniger – „stade“ Vorweihnachtszeit. Anja Heimbuchner

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