Jazzwoche Burghausen

Die Jury hat entschieden

von Redaktion

Die Finalisten des zehnten Europäischen Nachwuchsjazzpreis stehen fest – Erstmals ein reines Vocal-Ensemble am Start

Burghausen – Fünf Bands hat die Jury aus 56 Bewerbungen für den zehnten Europäischen Nachwuchsjazzpreis ausgewählt. Am Dienstag, 6. März, werden die jungen Talente im Rahmen der 49. Internationalen Jazzwoche Burghausen, die von 6. bis 11. März über die Bühne geht, im Stadtsaal ihr Können beweisen. Jede Band hat 20 Minuten Zeit, danach berät sich die Jury. Die Gewinner erwartet ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro – und die Ehre, am nächsten Abend in der Wackerhalle vor großem Publikum aufzutreten. Erstmals ist ein reines Vocal-Ensemble mit von der Partie. Und diese Nachwuchskünstler haben es ins Finale geschafft: „Of Cabbages and Kings“, das „Auxane Trio“, die Band „Stadtgespräche“, das „Anton Mangold Quartett“.

Den ungewöhnlichen Namen „Of Cabbages and Kings“ nach einem Gedicht von Lewis Carroll gaben sich die vier jungen Jazzsängerinnen Veronika Morscher, Rebekka Ziegler, Sabeth Pérez und Laura Totenhagen. Das Quartett macht Neo-A-Cappella und gründete sich in Köln. Als Vokalensemble lernten sich die Jazzsängerinnen im renommierten Bundesjazzorchester kennen.

Das „Auxane Trio“ aus Frankreich besteht aus Pianist Auxane Cartigny, Samuel F’hima am Kontrabass und Tiss Rodriguez am Schlagzeug. Das Trio beschreibt seine Kompositionen so: „Kraftvolle Melodien geben den Musikern großen Spielraum für Improvisationen.“

Die kopfmäßig umfangreichste Formation beim Jazzpreis ist die Band „Stadtgespräche“ aus Köln. Die acht Musiker lernten sich beim Studium an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln kennen. 2014 gründet Trompeter Pascal Hahn das Ensemble mit Johanna Risse (Violine), Johanna Hoppstock (Violine), Pauline Buss (Viola), Katharina Pannes (Violoncello) sowie Martin Klein am Klavier, Malte Viebahn am Bass und Lukas Schäfer am Schlagzeug. Pascal Hahn komponiert für das klassische Streichquartett, das sich mit dem Jazz verbindet.

Seit 2014 machen auch Anton Mangold (Saxofon), Theodor Spannagel (Kontrabass), Felix Schneider (Klavier) und Zhitong Xu (Schlagzeug) im „Anton Mangold Quartett“ gemeinsam Musik. Das Quartett lernte sich im Jazzstudium kennen. Gespielt werden Eigenkompositionen, die durch rhythmische Vielschichtigkeit und harmonischen Einfallsreichtum überzeugen.

Die Ethno-Jazz-Band „Leléka“ aus Berlin ist ebenfalls ein Quartett. Die Musiker aus Deutschland, Polen und der Ukraine verflechten in ihrer Musik altertümliche ukrainische Motive mit zeitgenössischen Jazzrhythmen. Die vier Musiker kennen sich aus verschiedenen Bandprojekten in der Berliner Jazzszene: Robert Wienröder (Klavier), Thomas Kolarczyk (Kontrabass), Jakob Hegner (Schlagzeug) und Viktoria Anton (Gesang).re

Die Reihenfolge, in der die Bands auftreten, wird am Finaltag ausgelost. Der Ticketvorverkauf für die Jazzwoche und den Nachwuchsjazzpreis hat bereits begonnen. Karten gibt es unter www.b-jazz.com. Tickethotline: 08677/91646333.

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