In Wiener Eleganz

von Redaktion

Jede Menge Strauß im Stadtsaal

Mühldorf – Mit einem festlichen Neujahrskonzert unter dem Titel „Die große Johann Strauß Gala“ waren Mitglieder des Sinfonieorchester Prag, zwei Gesangssolisten und ein Ballettensemble am Sonntagnachmittag im ausverkauften Mühldorfer Stadtsaal zu Gast.

Ursula Meistner, Zither, führte das Publikum charmant, unterhaltsam und informativ durch das Konzertprogramm und verstand es hervorragend, verbindende Worte zwischen den einzelnen Werken zu finden. Aus der schier unerschöpflichen Schatzkammer beschwingter Melodien der Strauß-Dynastie stimmten alle Protagonisten das Publikum auf das Jahr 2018 ein.

Bereits mit dem eröffnenden Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß versetzten Orchester und Ballett-Ensemble die Zuhörer in heiter-beschwingte Stimmung. Nach diesem tänzerischen Werk begeisterten die Sopranistin Ginger McFerrin und der Tenor Mario Papian mit dem Duett „Brüderlein und Schwesterlein“ aus „Der Fledermaus“ von Johann Strauß.

Im folgenden Strauß-Walzer „Geschichten aus dem Wienerwald“ wechselten lyrische und tänzerische Passagen – von Ursula Meistner mit perlenden Zitherklängen eingeleitet und vom Orchester in Wiener Eleganz gespielt. Den „Frühlingsstimmenwalzer“ von Johann Strauß nutzt Ginger McFerrin für eine weitere Kostprobe ihres Könnens: Sie zog alle Register einer Koloratur-Sopranistin und erntete für ihren herausragend intonierten Vortrag tosenden Applaus.

Konzertmeister Jakub Sedlacek begeisterte anschließend das Publikum mit meisterhaftem Spiel bei den virtuosen Violinstücken „Souvenir aus Braila“ und „Le Canari“. Viel Beifall gab es auch für die tänzerischen Passagen des Ballets in der „Pizzicato Polka“ von Johann Strauß.

Im Lied „Komm in die Gondel“ aus „Eine Nacht in Vendig“ ließ Tenor Mario Papian die Besucher von einer romantischen Gondelfahrt träumen, während die Sopranistin Ginger McFerrin das „Schwipslied“ aus „Der Zigeunerbaron“ mit Sektgläsern in den Händen als angetrunkene Annina witzig gestaltete. Im berühmten Duett „Wer uns getraut“ sangen sich die beiden dann endgültig in die Herzen des Publikums.

Den Abschluss bildete traditionell der „Radetzkymarsch“ von Johann Strauß Vater. Nach langem Applaus tanzte das Ballet den „Cancan“ von Jacques Offenbach als Zugabe.

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