Aktuelles Interview: Claudia Koreck

„Stillstand fand ich immer langweilig“

von Redaktion

Am kommenden Donnerstag, 1. Februar, stellt Claudia Koreck im Haberkasten dem Mühldorfer Publikum ihr neues Album „Holodeck“ vor – eine Doppel-CD mit bayerischen und englischen Liedern. Ein Gespräch über die alte, neue Claudia Koreck.

Der Titel: „Holodeck“. Das Cover: Ein Astronaut mit Gitarre im Weltraum. Klingt so gar nicht nach Claudia Koreck.

Stimmt. Ist mal was ganz anderes.

Was hat den Ausschlag für die neue Claudia Koreck gegeben?

Stillstand fand ich schon immer langweilig. Das galt auch schon für meine bisherigen Alben. Ich habe immer versucht, mich als Musikerin weiterzuentwickeln. Dieses Mal sollte es eben etwas komplett Neues sein. Nach zehn Jahren wollte ich ein Stück weit weg von dem erdigen Sound, den wir bisher immer hatten. Holodeck steht für luftigere und schwebendere Musik…

…und zum Teil englische Texte.

So sehr ich Bayerisch liebe, aber als Musiker ist man mit einem Dialekt halt schon sehr eingeschränkt. Da wird es außerhalb von Bayern schon schwierig, außerhalb von Deutschland ganz zu schweigen. Deshalb ist es auch eine Doppel-CD geworden: eine mit bayerischen, eine mit englischen Texten. Ein guter Kompromiss, ohne die Wurzeln zu sehr aus den Augen zu verlieren.

Wie haben denn die Fans auf die englische Claudia reagiert? Sie sind ja schon seit Oktober auf Tour.

Die englische Claudia gibt es bei den Konzerten in Bayern ja eher weniger zu hören, da stehen natürlich die bayerischen Lieder im Vordergrund. Dass so mancher treue Fan mit dem englischen Teil der CD nichts anfangen kann, war mir von vorneherein klar. So ein Umstieg polarisiert natürlich auch. Aber es gab auch viel positives Feedback von Fans, die das genauso spannend finden wie ich.

Worauf dürfen sich also die Mühldorfer Fans freuen?

Vor allem mal auf eine ausgeruhte Claudia und auf eine ausgeruhte Band. Denn das Konzert im Haberkasten steht tatsächlich ein wenig allein im Terminkalender. Seit der Tour im Herbst ist schon wieder ein wenig Zeit vergangen und so richtig los geht es dann erst wieder Ende Februar. So gesehen wird das für uns alle ein besonderer Abend. Und für mich sowieso.

Warum?

Ich ziehe mich vorher noch für ein paar Tage in ein Blockhaus nach Schweden zurück. Ganz alleine, nur mit Gitarre und Mandoline. Das wollte ich schon immer mal machen, aber mit zwei kleinen Kindern im Haus ist das gar nicht mehr so einfach. Jetzt klappt‘s und ich bekomme ein paar Tage wirklich absolute Ruhe.

Vielleicht entsteht ja sogar ein neues Lied für das Konzert in Mühldorf?

Vielleicht, man weiß ja nie. Raum für Spontanität ist in meinen Konzerten immer. Aber eigentlich habe ich schon wieder ein Weihnachtsprojekt im Kopf und deshalb noch mal Schnee und echten Winter gesucht.

Zehn Freikarten zu gewinnen

Für das Konzert am 1. Februar im Mühldorfer Haberkasten verlost die Heimatzeitung fünf mal zwei Freikarten. Und so geht‘s: Wer gewinnen will, sendet bis spätestens heute Abend (24 Uhr) eine SMS mit dem Stichwort „ovb koreck“ an die Nummer 1111. Name und Adresse nicht vergessen, die Gewinner werden telefonisch benachrichtigt. Wer kein Glück hat, kann noch Karten im Vorverkauf im Kulturbüro Mühldorf erwerben.

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