Bruckmühl – Es ist immer sinnvoll und angebracht, wenn die Menschen mit allen Sinnen, mit offenen Ohren, mit offenen Augen und mit offenem Gefühl durch die Welt gehen. Das ist wichtig, vor allem in der eigenen Umgebung, in der eigenen Region und der Heimat – aber auch auf Reisen, in der Fremde, im Urlaub.
Am Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern sammeln wir neben den eigenen regionalen Erscheinungen auch die musikalischen Reiseeindrücke der Menschen. Reisen und Beobachten der eigenen und fremden (Volks-)Kultur sind seit Jahrhunderten wichtige Impulsgeber: So haben im ausgehenden 18. Jahrhundert die aus England stammenden ersten Bergsteiger auch die Schweizer alpine musikalische Volkskultur und ihre Eigenheiten bewusst gemacht. Reiseschriftsteller haben zur gleichen Zeit oder in den folgenden Generationen in ihren Reiseerzählungen natürlich auch die Lieder, die Musik, die Tänze und Bräuche der unterschiedlichen Landschaften beschrieben und überregional verbreitet. Kennenlernen von Fremdem geht oft auch einher mit dem Hineinnehmen in das eigene Tun – vor allem auch im musikalischen Bereich. Die regionale Volksmusik lebt vom Wandel und den Impulsen, von innen und auch von außen! Deshalb lädt das Volksmusikarchiv auch immer wieder zum „Blick über den eigenen (musikalischen) Zaun“ ein oder ermöglicht das Mitteilen von eigenen Erfahrungen mit der Musik anderer Länder.
So geht es bei einem Archivabend am morgigen Mittwoch, 7. Februar, um 19 Uhr im Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern, Bruckmühl, Krankenhausweg 39, um „Traditionelle kubanische Musik und die Faszination Kuba“.
Leonhard Meixner wird an diesem Abend viel Interessantes über die kubanische Musik, die Entstehung im kulturellen Schmelztiegel der Karibik, Verbreitung in der Musikwelt und Einfluss auf die Popularmusik erzählen, die er in seiner Diplomarbeit untersucht hat. Natürlich geht es auch um die „CubaBoarischen“, die aus einem Kuba-Urlaub von Vagener Musikanten im Jahr 2000 um Hubert Meixner entstanden sind und die seither die faszinierenden Klänge aus Kuba mit bayerischen Melodien und Liedern verbinden.
Leo Meixner spielt seit zwölf Jahren bei den „CubaBoarischen“. Er ist musikalisch in Bayern aufgewachsen und hat viele andere Stile aufgesaugt. Besonders die kubanische Musik liegt ihm sehr am Herzen. Zahlreiche Kuba-Aufenthalte und Studien mit kubanischen Musikern und Bands vertieften sein Wissen über diese faszinierende Musik und das Land Kuba. Im Jahr 2012 schrieb er seine Diplomarbeit an der Hochschule für Musik in Nürnberg mit dem Titel „Traditionelle kubanische Musik – Entstehung im kulturellen Schmelztiegel der Karibik, Verbreitung in der Musikwelt und Einfluss auf die Popularmusik“. Im Sommer 2018 geht er mit seiner Band „Leo Meixner Cubavaria“ auf Tournee, wo er seine Eindrücke aus der kubanischen, bayerischen und der Pop-Welt musikalisch zusammenfügt.
Der Eintritt ist frei. Eine verbindliche Anmeldung unter Telefon 08062/5164 ist notwendig.