Waldkraiburg – Den eisigen Temperaturen zum Trotz machte das Irish Spring Festival auf seiner 18. Tournee am Dienstagabend Station im Haus der Kultur in Waldkraiburg.
Das junge Trio High Time aus Connemara an der Westküste von Irland eröffnete das Festival. Die Brüder Conall und Séamus Flaherty an der Harfe und Flöte sowie Cáaran Bolger an der Gitarre zeigten sich als Vertreter moderner irischer Folkmusic mit Einflüssen von Bob Dylan, Bruce Springsteen bis hin zu Ed Sheeran. Songs aus ihrem Debutalbum „Sunda“ wie „Fiddler’s Green“ und „South Australia“ ließen die Gefrierschranktemperaturen sofort vergessen. Harfe, Gitarre und Flöte vereinten sich mit einem perfekten Harmoniegesang, der Einstieg in den Abend hätte nicht besser sein können.
Die Schwestern Cassie und Maggie McDonald aus Nova Scotia (Neu Schottland) in Kanada bestritten Teil zwei des Konzerts. Cassie an der Fiddle und Maggie an der Gitarre stammen aus einer Familie von Pianisten und Geigern und führen diese Tradition fort. Zauberhafter Gesang und wilde Stepptanzeinlagen begeisterten das Publikum ein ums andere Mal. In ihrem Programm bedienen sich die Schwestern sowohl einem modernen, an Countrymusic angelehntem Sound, als auch den Klängen ihrer gälisch-schottischen Herkunft. So präsentierten die beiden eine energievolle Bühnenshow rund um ihr aktuelles Album „The Willow Collection“.
Nach der Pause führte das Quartett Rianta den bunten Reigen fort. Die vier Musiker kommen weit verstreut aus ganz Irland und fügen die Vielfalt der irischen Musikkultur zusammen. Karen Hickey mit der Fiddle, Conor Moriarty am Knopfakkordeon, Kieran Leonard am Bodhran und Cillian O’Dalaigh, Gesang und Gitarre sind ein echtes Allstar-Team. Jigs and Reels der typischen Klänge der grünen Insel klangen durch den prallgefüllten Saal, aber es gab mit „Down in the River to Pray“ auch einen Ausflug in die amerikanische Gospelmusik. Immer wieder wurde das Publikum zum Klatschen animiert, zum Tanzen war in dem vollen Saal leider kein Platz.
Zum Abschluss des kurzweiligen Abends fanden sich alle Beteiligten zu einem grandiosen Finale auf der Bühne ein und zogen noch einmal musikalisch und mit Stepdance alle Register ihres Könnens. Ein krönendes Ende eines hochklassigen Festivals.