Der Blick geht schon zum Jubiläum

von Redaktion

Die Verantwortlichen der 49. Jazzwoche ziehen eine positive Bilanz – 7500 Besucher in fünf Festival-Tagen

Burghausen – Die Interessengemeinschaft Jazz ist durchweg zufrieden mit dem Ergebnis der 49. Internationalen Jazzwoche. „Wir hatten 7500 Besucher. Damit kommen wir an das Rekordjahr 2017 nicht ran, aber wir sind dennoch durchweg zufrieden“, sagte Herbert Rißel, IG-Vorsitzender bei der Abschluss-Pressekonferenz am Sonntag.

Auch finanziell sei man im gesteckten Rahmen geblieben, selbst wenn das ein oder andere Konzert besser besucht gewesen sein könnte. So sei der Donnerstag zwar mit Charles Tolliver, Claus Raible und dem Avishai Cohen Trio exzellent besetzt gewesen, hätte aber durchaus mehr Publikum verdient gehabt. Publikumsmagneten waren neben dem Nachwuchsjazzpreis die Konzerte von Blood, Sweat & Tears, der Jazzrausch Big Band und Manu Dibango am Freitag in der Wackerhalle sowie der Bluesnachmittag in der Wackerhalle mit Nikki Hill und Danny Bryant und das Doppelkonzert von Marius Neset und Vincent Peirani am Samstagabend im Stadtsaal.

Auch vonseiten der Stadt Burghausen ist man „sehr glücklich und dankbar für die tolle Arbeit, die die Verantwortlichen und Ehrenamtlichen der IG Jazz das ganze Jahr über leisten“, betonte Erster Bürgermeister Hans Steindl. Er hob, genau wie Professor Joe Viera, die vielversprechenden Finalisten des zehnten Europäischen Nachwuchsjazzpreises hervor, aus denen die Berliner Formation Leléka als verdienter Gewinner hervorging (wir berichteten). Das besondere Gefühl in der Jazzwoche habe man dieses Jahr in der Stadt deutlich gespürt, auch weil das Programm der Jazzwoche durch eine Fotoausstellung sowie einem speziellen Jazz-Kinoprogramm im Anker Filmtheater abgerundet wurde.

Die 50. Jazzwoche, die von 26. bis 31. März 2019 stattfindet, steht bereits jetzt im Fokus vieler Besucher. „Ich bin mehr nach dem nächsten Jahr gefragt worden, als nach der aktuellen Jazzwoche“, berichtete Joe Viera etwa. Er werde, genau wie bereits von Bürgermeister Steindl getan, seine Wunschliste für Musiker an die IG Jazz geben, in der Hoffnung, dass viele hochkarätige Künstler dem Ruf nach Burghausen 2019 folgen. „Ich bin ziemlich optimistisch, dass hier noch viel entstehen wird und wir eine tolle Jubiläums-Jazzwoche hinbekommen“, erklärte Bürgermeister Steindl, der seitens der Stadt hier das Budget entsprechend ausweiten wird.

Auch der Abschied des Fernsehens ARD-alpha war bei dieser Jazzwoche Thema in den verschiedensten Bereichen und gipfelte in Diskussionen zum Ende der Pressekonferenz. Da in der Vergangenheit zu häufig missverständlich vom Abschied des BR gesprochen wurde, hat sich auch die IG Jazz hier eine offensivere, deutlichere Kommunikation vorgenommen. „Fakt ist, der BR ist uns treu geblieben. Das Fernsehen ARD-alpha hat uns aus Kostengründen den Rücken gekehrt. Der BR war mit einem Team von bis zu 27 Redakteuren und Technikern vor Ort und hat via www.br.de/klassik und Facebook live aus Burghausen gesendet. Hier erreichen wir eine ungeahnte Zuschauerzahl, die wir vermutlich erst in den nächsten Jahr realistisch einordnen und messen können“, erklärte IG-Vorstand Andreas Bentlage.re

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