Waldkraiburg – Wenn ein Konzertabend im Bistro Cult stattfindet, hat das Haus der Kultur gewöhnlich etwas Besonderes zu bieten. So gab es am Freitagabend ein Schmankerl für Freunde der Singer-Songwriter-Kunst, als sich Sarah McQuaid erstmals dem Publikum in Waldkraiburg vorstellte.
In Madrid geboren, aufgewachsen in Chicago, 13 Jahre als Musikjournalistin in Irland gearbeitet und nun in Cornwall (England) zu Hause, hat Sarah viele Einflüsse für ihre Musik sammeln können. Es gibt keine feste Kategorie, man muss es einfach Weltmusik nennen. „If We Dig Any Deeper It Could Get Dangerous“ – zu Deutsch: „Wenn wir tiefer graben könnte es gefährlich werden“ – heißt ihr aktuelles, fünftes Album. Und Sarah scheut sich nicht, mit ihren Texten tief zu graben, politische und Umweltthemen zu beschreiben, wie zum Beispiel in den Songs „Cot Valley“ oder „The Tug of the Moon“. Über die schönen Seiten des Lebens und das Leben danach sinniert sie mit Titeln wie „Hardwick’s Lofty Towers“ und „Break Me Down“. Dabei ist ihre Gitarre mehr als nur ein Begleitinstrument, sie wird ein Teil von ihr. In apokalyptische Abgründe entführte das Publikum das Instrumental „Dies Irae“, das mit sphärischen Klängen leichte Schauer über den Rücken rieseln ließ. Bei „The Silence Above Us“ wechselte sie das Instrument und begleitete sich auf dem E-Piano.
Sarah McQuaid nahm ihre Fans mit auf eine 90-minütige musikalische Weltreise, garniert mit kleinen Geschichten zwischen den Liedern. Mit ihren leisen Tönen zog sie das Publikum in ihren Bann. Wie beschreibt sie das Musikmagazin Folker: „Diese Frau hat Stil“. Dem ist nichts hinzuzufügen .Gerald Kampe