Ausstellung

Roboter und Ziegen in der Kunstausstellung

von Redaktion

Skulpturen und Gemälde – „LA Art“ in Langestegham brachte die Besucher auch zum Lachen

Die meisten Menschen würden wohl sagen, dass Kunst zum Betrachten und Nachdenken anregen soll. Einige der Objekte, die am Ostermontag in Langenstagham unter dem Titel „LA-Art“ gezeigt wurden, schafften darüber hinaus noch etwas ganz anderes: Sie brachten die Besucher zum Lachen.

Die „Robogeis“ oder „Acronym Goat“ von Jakob Theileis etwa klappert mit den Zähnen und bildet aus den Buchstaben G, O, A und T englische Wörter. Fasziniert waren da nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Denn wie baut man sowas überhaupt? Jakob Theileis zeigte außerdem Bilder, die von Robotern gemalt worden waren. In einem Film war zu sehen, wie schwarze Halbkugeln mit vier Stiften an den Seiten über eine Leinwand fahren – unaufhaltsam, bis die Oberfläche mit feinen Strichen.

Theileis war nicht der einzige Künstler in Langenstegham, der sich mit Ziegen beschäftigt hat. Die von einem 3D-Drucker angefertigten weißen Miniaturen stammen von Lorenz Wiedemann. „Archetypen“ nennt er sie. Die eine Ziege wässert mit einer Gießkanne eine Pflanze, weshalb sie „Garden Goat“ heißt, die nächste liegt – alle Viere von sich gestreckt – vor einem Notebook und heißt „Netflix Goat“. Eher mit einem Augenzwinkern läuft während der Ausstellung ein Film, in dem die Ziegen als Kunstobjekte in die Mitte von Kreisverkehren montiert sind. Unter den mit der Motorsäge angefertigten Holzobjekten von Hermann Strasser war ebenfalls eine Ziege. Andere Objekte ließen mehr Interpretationsspielraum.

Wer es lieber zweidimensional und ohne Technik mochte, wurde bei Jochen Röder und Konstantin Hörschelmann – er gehört auch dem Farbkreis 99 an – fündig. Röder malt nicht gegenständlich. Es sind verschiedenfarbige, feine Linien, die er mit selbst gemachten Federkielen übereinander legt. Daraus ergeben sich filigrane und doch dichte Farbflächen. Konstantin Hörschelann arbeitet mit vielen Farben und Strichen. Der in der Region lebende Maler Manfred Baumgartner, der in einer Rede die Werke der ausstellenden Künstler deutete und für die Besucher erklärte, sah bei Hörschelmann Impressionen. Die Bilder seien Stimmungen, beispielsweise wenn man im Sommer in den Garten geht.

Durch eine Software ließen Anke Lichtmann und Stephan Spieske zwei Filme überlappen. Der Clou: Ein Film nahm Lichtimpulse nur in Intervallen auf. Lightpainting wird das genannt. Heraus kommen leuchtende Muster, die, je nach Lichtquelle, nach Zebrastreifen oder Tunnel aussehen. Im Film ist auch zu sehen, mit welchen Bewegungen Menschen die Lichtmuster malen. Unter dem Titel Asche und Feuerteufel waren außerdem auf eine Leinwand projizierte Bilder zu sehen, die aus Asche, Glut und Feuer gespiegelt und dann zu Gesichtern gestaltet wurden. Heraus kommen Wesen, die teilweise an Perchten oder an Darth Vader aus „Krieg der Sterne“ erinnern.

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