Bayerisch, böhmisch – des fetzt

von Redaktion

Von jung und frech bis erfahren und souverän: Der Stadl-Brass-Samstag hatte für jeden Blasmusik-Fan etwas im Gepäck

Aschau – Da könnte sich so manche Volksfest-Showband eine Scheibe davon abschneiden. Was am Samstagabend beim ersten Stadl-Brass-Festival in Aschau geboten war, strafte diejenigen Lügen, die der Blasmusik nachsagen, sie könne nicht für Stimmung sorgen. Egal ob bayerisch, böhmisch oder modern: Alle Gruppen präsentierten Blasmusik vom Feinsten und machten den Stadl zur ausgelassenen Partyzone.

Den Auftakt machten bereits am späten Nachmittag Pro Mill. Sie berauschten somit die frühen Festival-Besucher mit sauberer böhmisch-mährischer Blasmusik und stimmten perfekt auf einen Blasmusikabend ein, bei dem ein jeder auf seine Kosten kam.

Schon die „Junge Pongauer Tanzlmusi“ ließ keine Wünschen offen. Mit Bassflügelhorn und diatonischer Ziach spielten die sieben Burschen aus dem Salzburger Land mit ihrem typisch österreichischen Charme. Zwischen Stücken wie der Amsel-Polka oder „Ich und der Mond“ standen freche Moderationen.

Von jung und frech wechselte es dann mit der „Innsbrucker Böhmischen“ hin zu erfahren und souverän. Die sieben Musiker um Schlagzeuger Norbert Rabanser sind schon einige Jahre im Geschäft und spielen Blasmusik, die man erlebt haben muss. Neben traditionellen Klassikern wie „Böhmische Liebe“ oder „Pfeffer und Salz“ hatten sie auch eigene Kompositionen wie den Kaskade-Marsch oder den Jupiter-Marsch im Gepäck. Von den Stadl-Brass-Besuchern verabschiedete sich die „Innsbrucker Böhmische“ mit dem „Tiroler Adler“.

Als Höhepunkt des Abends folgte dann die junge Formation „Pro Solist’y“, die mit ihrer Party-Blasmusik den Stadl so richtig zum Kochen brachte. Mit „Proud Mary“ gelang gleich der perfekte Einstieg. In einem 15-minütigen Medley würdigten die Musiker zudem den verstorbenen DJ Avicii.

Was über den ganzen Tag gesehen begeisterte, war vor allem die perfekte technische Darbietung. Denn das, was von den Musikern kam, war perfekt abgemischt und brachte Blasmusik in Studioqualität. Rundum: Ein großes Fest.

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