Eggenfelden – Die letzte Musiktheater-Produktion der laufenden Spielzeit im Theater an der Rott ist zugleich eine kleine Sensation: Mit „Ein Bericht an eine Akademie“ steht eine Opern-Uraufführung auf dem Programm – eine Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.
Der österreichische Komponist Peter Androsch entwickelt aus dem Text Franz Kafkas eine Oper für einen Sänger, einen Sprecher und eine kleine Musiker-Besetzung. Androsch, 1963 in Wels geboren, widmet sich seit den 1990er-Jahren intensiv der kompositorischen Tätigkeit in den Feldern Musiktheater, Multimedia, Orchester, Kammermusik, Chor, Elektroakustik sowie Bühnen- und Filmmusik. Seit 2003 ist er Lehrbeauftragter an der Universität für Gestaltung in Linz.
Im Mittelpunkt der Oper steht der ehemalige Affe Rotpeter, der in einer Akademie einen Bericht über seine Menschwerdung vorlegt, der als Geschichte einer erzwungenen Assimilation und als pädagogische Satire verstanden werden kann. Der Gegenstand des Berichts ist aber nicht, wie von der Akademie gewünscht, die Erinnerung an das äffische Vorleben, sondern die Schilderung des Anpassungsvorganges.
Regie führt Yaron David Müller-Zach, die musikalische Leitung hat Sigurd Hennemann inne. Es spielen und singen: Markus Krenek und Armin Stockerer.
Premiere im Theater an der Rott ist am Freitag, 11. Mai, um 19.30 Uhr. Weitere Termine: Samstag, 12. Mai, 19.30 Uhr; Sonntag, 13. Mai, 17 Uhr; Freitag, 18. Mai, 19.30 Uhr; Samstag, 19. Mai, 19.30 Uhr. Karten gibt es im Theater an der Rott unter Telefon 08721/1268980.re