Opulente Ideen im Großformat

von Redaktion

Vernissage des Kunstvereins Inn-Salzach e.V. lockte zahlreiche Kunstliebhaber ins Haus der Kultur

Waldkraiburg – Großartig war die Eröffnung der Ausstellung des Kunstvereins Inn-Salzach im Haus der Kultur Waldkraiburg. Und das Wort „gross-ART-ig“ beschreibt auch, was an Kunst in der Studiogalerie noch bis zum 28. Juli zu bewundern ist.

Das „gross“ steht für die gewählten Formate der Kunstwerke – als einzige Vorgabe dieser Ausstellung war eine Mindestgröße der Gemälde angegeben. „ART“ steht für Kunst, und hängt man an das „ART“ noch ein „ig“, so ist der Titel der Ausstellung komplett. Wobei, wie Kulturreferentin Karin Bressel betonte, Kunst ja alles andere als „artig“ sein will. „ART-ig“ also im Sinne von kunstvoll, nicht aber im Sinne von brav: Kunst will nicht brav und angepasst sein, also nur „gefallen“, sondern vielmehr auffallen, bunt sein, inspirieren, Emotion wecken, polarisieren und zum Nachdenken anregen. „An großen Formaten kann man nicht einfach vorbei gehen, ohne einen Blick zu riskieren“, merkte Bressel an. Allein schon die Tatsache, dass innerhalb der Ausstellung nicht ein paar wenige Künstler des Kunstvereins ihre großformatigen Kunstwerke ausstellen, sondern gleich über ein Dutzend ihre Werke präsentieren, garantiert eine bunte Vielfalt unterschiedlicher Stilrichtungen.

Zweite Vorsitzende, Gabriele Röpke, stellte die einzelnen Künstler vor und erzählte den Anwesenden in lebendiger Beschreibung den Prozess der „Entstehung eines Gemäldes“: Von der inneren Unruhe, von der die Kunstschaffenden heimgesucht werden, die als Geburtsstunde einer Idee oder Inspiration anzusehen ist und die sich dann mit viel Zeit und Farbe vom Herzen in die Hand verlagert, also letztlich für das Auge des Betrachters sichtbar wird und in diesem wiederum etwas bewirkt und auslöst. Hier schließt sich der Kreis.

Der 1992 gegründete Kunstverein zählt inzwischen über 70 Mitglieder, hat sich längst überregional vernetzt und ist aus dem kulturellen Leben der Stadt Waldkraiburg und des Landkreises nicht mehr weg zu denken. In der „gross-Art-igen“ Ausstellung verweilten die Gäste in staunendem Schweigen. Viele nutzten die Möglichkeit sich über die ausgestellten Kunstwerke zu unterhalten, fach- oder „farb-“zusimpeln, sich direkt mit den anwesenden Künstlern über ihre Werke oder über die Kunst im Allgemeinen, auszutauschen.

Für niveauvolle musikalische Umrahmung mit wunderschönem mehrstimmigem Gesang und Klavierbegleitung sorgten drei junge Musiker: Agnieszka Larysch, Saki Yoshida und Robert Hoen aus der Musikschule Altötting.

Die Ausstellung ist noch bis zum 28. Juli zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 12 bis 17 Uhr und samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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