Mühldorf – Ein kleiner Blick in die Zukunft: Das 21. Sommerfestival im kommenden Jahr wird sich vom 20. Festival in den vergangenen elf Tagen kaum unterscheiden. Was zum einen daran liegt, dass am lange bewährten Konzept laut Kultur-Abteilungsleiter Walter Gruber nicht gerüttelt werden soll. Zum anderen daran, dass der 20. Festival-Geburtstag heuer eher zurückhaltend gefeiert wurde. Das Kulturbüro verzichtete bewusst auf Jubiläumsgetöse und widerstand der Versuchung, dem Programm einen zusätzlichen Höhepunkt zu verpassen. Eine gute Entscheidung. Auch deshalb, weil mit dem BR-Radltour-Auftritt von Milow am kommenden Wochenende ohnehin ein Großereignis in Mühldorf ansteht.
5200 Besucher kamen zum 20. Sommerfestival, fünf von neun Veranstaltungen waren ausverkauft, die Auslastung lag bei knapp 90 Prozent. Nur einmal in der Geschichte des Festivals fielen die Zahlen noch besser aus. Das zeigt nicht nur, wie gut die Veranstalter den Nerv des Publikums auch heuer wieder getroffen haben, sondern auch, wie groß die Anziehungskraft des Sommerfestivals ist. Denn mit den ausverkauften Konzerten von Seiler & Speer sowie Angelo Kelly war im Vorfeld nicht unbedingt zu rechnen.
So steigt – allen bevorstehenden Open-Air-Ereignissen der kommenden Tage zum Trotz – schon jetzt die Vorfreude auf das 21. Mühldorfer Sommerfestival. Weil es auch mit Anfang 20 nichts von seinem besonderen Charme und seiner außergewöhnlichen Atmosphäre eingebüßt hat.Wolfgang Haserer