Dass Claus Freudenstein selbst Bassspieler aus Leidenschaft ist, versteht sich von selbst. Foto ha
Die Bayerischen Basstage feiern ihr erstes kleines Jubiläum. Zum fünften Mal treffen sich Kontrabassisten und E-Bassisten aus dem In- und Ausland in Mühldorf – um zu üben, um zu spielen und um den Meistern ihres Fachs auf die Finger zu schauen.
Groß und Klein am Bass vereint
Mühldorf – Am Anfang war es nur eine Idee: Dem Bass eine Bühne bieten, ihn herausholen aus dem Halbdunkel der Orchestergräben, etwas tun für das Image dieses scheinbar so schwerfälligen Instruments. Herausgekommen sind die Bayerischen Basstage, die heuer – im fünften Jahr ihres Bestehens – ihr erstes kleines Jubiläum feiern. Für den Initiator und künstlerischen Leiter Claus Freudenstein ist dieser Jahrestag schon eine kleine Sensation. „Wer hätte gedacht, dass sich die Geschichte einmal so entwickelt?“
Inzwischen sind die Bayerischen Basstage in Mühldorf ein fester Begriff in der Szene, die laut Freudenstein viel größer ist als gemeinhin angenommen. „In Deutschland gibt es über 100 Orchester, jedes ist mindestens mit vier Bassisten bestückt. Dazu kommen Hochschulen und Musikschulen. Nicht zu vergessen die zahlreichen Profimusiker in der Jazzszene.“
Alleine zu Freudensteins Facebook-Freundeskreis gehören über 2500 Bassisten – weltweit. „Ich bin gut vernetzt, gute Dozenten für die Basstage zu bekommen, ist im Grunde gar nicht so schwer.“
Auch die Teilnehmerzahlen entwickeln sich seit fünf Jahren stetig nach oben: 45 Bassisten jeden Alters nahmen im vergangenen Jahr an den ein- bis dreitägigen Workshops teil. Auch heuer haben sich bereits über 35 Musiker für die Meisterkurse für Kontrabass, Jazzbass und Elektrobass angemeldet. „Und erfahrungsgemäß gehören Bassisten nicht zu den Frühbuchern“, sagt Freudenstein, der also erneut mit einem Teilnehmerrekord rechnen darf.
Die Bayerischen Basstage 2018: eine einzige Erfolgsgeschichte also? An den Zahlen alleine will Freudenstein das nicht festmachen. „Es ging vom ersten Tag an auch darum, die breite Öffentlichkeit für dieses Instrument zu begeistern.“ Und genau darin liegt – nach wie vor – die größte Herausforderung für den Organisator und künstlerischen Leiter: „Das Thema Werbung ist der Knackpunkt. Schon in München, gerade einmal 80 Kilometer entfernt, werden wir kaum mehr wahrgenommen.“
Heuer könnte das durchaus anders sein, denn Freudenstein hat einen großen Namen zu den Basstagen eingeladen: Kontrabass-Legende François Rabbath, inzwischen 87 Jahre alt, wird am 27. Oktober im Mühldorfer Haberkasten auftreten – begleitet von seinem Sohn Sylvain am Flügel. „Mehr geht nicht. Rabbath ist konkurrenzlos; das Größte, was es am Kontrabass zu bestaunen gibt“, sagt Freudenstein. Außerdem bei dem „Masters of Bass“-Konzert mit von der Partie: „The Bassmonsters“, Dan Styffe und Steve Bailey, der schon mit Jethro Tull und Mick Jagger auf einer Bühne stand.
Das Programm dieses Abends ist ein Spiegelbild der Bayerischen Basstage: Es zeigt das Instrument in seiner ganzen Vielfalt. Denn das ist Claus Freudenstein bis heute wichtig: „Die Basstage sind kein geschlossener Kreis, kein Zirkel aus Profimusikern. Jeder, der Spaß an dem Instrument hat, ist willkommen.“
Anmeldung und Vorverkauf
Die Bayerischen Basstage finden von 27. bis 29. Oktober in Mühldorf statt. Sie umfassen Meisterkurse für Kontrabass, Jazzbass und Elektrobass, Einsteigerklassen und Minibass-Kurse für Kinder sowie Workshops Ensemble und Korrepetition. Höhepunkt der Basstage ist der Konzertabend „Masters of Bass“ am Samstag, 27. Oktober, um 20 Uhr im Mühldorfer Haberkasten – mit Kontrabass-Legende François Rabbath, dem Kontrabassquartett „The Bassmonsters“, dem Solobassisten Dan Styffe sowie dem E-Bassisten Steve Bailey. Karten für das Konzert gibt es bereits im Kulturbüro Mühldorf unter Telefon 08631/612612 sowie online unter www.muehldorf.de.
Das Programm der Basstage sowie alle Informationen rund um Anmeldung, Kursbelegung sowie die Dozenten gibt es im Internet unter www.bavarian-bassdays.com.