von Redaktion

Ausstellung über die Erdölgeschichte Ampfings im Industriedenkmal feierlich eröffnet – Publikation vorgestellt

Das Buch „Energie aus Ampfing: Gestern, Heute und Morgen“ kann zum Preis von fünf Euro in der Ausstellung erworben werden. Den Erlös aus dem Verkauf spendet die RDG für die Geschichtsarbeit im Landkreis.

Ampfing – Am 24. Februar 1953 grub sich an der Bohrstelle „Ampfing I“ erstmals ein Bohrer in den Ampfinger Sandstein, ein Jahr später stießen dann die Bohrmänner der Deutschen Vacuum Oel AG endlich auf Erdöl. So nahm die Geschichte der Erdöl- und Gasgewinnung im Raum Ampfing ihren Anfang. Nun, über zehn Jahre nach dem vorläufigen Ende der Förderung, ist diese Geschichte sauber dokumentiert. Zum einen in einer Publikation mit dem Titel „Energie aus Ampfing: Gestern, Heute und Morgen“; zum anderen in einer Ausstellung im Industriedenkmal Ampfing, die am Mittwoch feierlich im Rahmen der Geschichtstage im Landkreis Mühldorf eröffnet wurde. Rund 80 Besucher bestaunten bei der Vernissage die großen Wandtafeln. Auf ihnen ist der damals für die Gegend spektakuläre Beginn der Energiegewinnung vom Aufbau der Bohrtürme bis zu den laufenden Pumpen dargestellt. Zu sehen sind Bilder von Maschinen und Gebäuden, Abbildungen von Dokumenten und vor allem Fotografien von den Arbeitern.

Für Josef Grundner war die Eröffnung zugleich der erste öffentliche Auftritt als neuer Ampfinger Bürgermeister. Er dankte allen Beteiligten für das Engagement, allen voran Ampfings Archivleiterin Berta Heueisen, die wesentlich zum Gelingen der Ausstellung beigetragen hatte. Sie hatte zudem die Autoren des Buches „Energie aus Ampfing“, Dr. Yasmin Dorostan und Wolfgang Haserer, mit Daten und Dokumenten versorgt.

Dass das Thema Erdöl in Ampfing auch eine Zukunft hat, dafür sorgt seit 2014 das Energieunternehmen RDG, das sowohl die Ausstellung als auch die Publikation auf den Weg gebracht und finanziell unterstützt hat. So ging RDG-Geschäftsführer Ernst Burgschwaiger kurz auf die neuen Probebohrungen ein, betonte aber zugleich die Bedeutung der seismischen Ergebnisse für alternative Nutzungen wie die Geothermie. „In Ampfing spürt man einfach, dass die Erdöl- und Erdgasgeschichte noch nicht abgeschlossen ist“, sagte er. Deshalb sei es ihm ein persönliches Anliegen gewesen, die Vergangenheit mit Blick auf die Zukunft in Buch und Ausstellung zu dokumentieren. „Die Geschichtstage mit dem Thema Energie haben dann den letzten Ausschlag gegeben.“

Zu den Zeitzeugen der Ampfinger Erdöl- und Erdgasgeschichte gehört auch Umweltminister Dr. Marcel Huber, der die Arbeit der Mobil Oil AG in Kindheit und Jugend in Nachbarschaft zu seinem Elternhaus miterlebt hat und seine Erinnerungen kurz schilderte.

Herausgeber Dr. Andreas Bachmeier, Vorstand der Unternehmensberatung „Engel und Zimmermann“, stellte den Gästen anschließend die Publikation kurz vor, ehe die Ausstellung dann offiziell eröffnet wurde und die Besucher ganz in die Erdölgeschichte Ampfings eintauchten – unter anderem mit Zeitzeugeninterviews, die in einem kleinen Kino im Keller des Industriedenkmals gezeigt werden. nz

Energie in Ampfing: Gestern, Heute und Morgen

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