An der Wand hinter Elke Keiper hängen nach der Vernissage bereits die ersten Besucher-Kommentare zum Thema Klimawandel und Energiewende.
Die Ausstellung, die bis 11. November zu sehen ist, ist dienstags bis freitags von 12 bis 17 Uhr undsamstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr in der Studiogalerie im Haus der Kultur zu sehen. Am 1. und 2. November bleibt sie geschlossen.
Ausstellung in Waldkraiburg
Waldkraiburg – Am Mittwoch wurde in der Studiogalerie im Haus der Kultur die Ausstellung „Energie, die in der Erde steckt“ im Rahmen der Geschichtstage mit einer Vernissage eröffnet. Das Thema: Geothermie in der Stadt Waldkraiburg. Die Leiterin des Stadtmuseums, Elke Keiper, erklärt im Interview, wie Stadtwerke und Fotoclub Kraiburg ein Thema für die Ausstellung sichtbar gemacht haben, das tief unter der Erde seinen Anfang nimmt.
Wie lang reicht die Geschichte der Geothermie in Waldkraiburg zurück?
Erste Vorbereitungen zur Geothermie sind schon vor Jahren getroffen worden, allein schon deshalb, weil man sich auch den Zugriff auf das, was unter der Erde liegt, sichern und viele Genehmigungsverfahren durchlaufen musste. Richtig los ging es dann im August 2010 mit der ersten Bohrung nach heißem Thermalwasser, die ja dann erfolgreich war. Seit 2012 wird das Geothermie-gespeiste Fernwärmenetz in der Stadt kontinuierlich ausgebaut.
An sich ist Energie, auch Geothermie, ja ein abstraktes Thema. Für eine Ausstellung eine Herausforderung. Wie haben Sie und andere Mitwirkende an der Ausstellung das gelöst?
Ja, es ist tatsächlich schwer, ein solches Thema sichtbar zu machen, zumal wir es noch auf grundsätzliche Fragen zum Klimawandel und zur Energiewende erweitert haben. Zwar haben wir tolle Fotografien zur Waldkraiburger Geothermie, aber ein paar bunte statistische Darstellungen, Texte und ein Büchertisch: das sind natürlich keine einfachen Medien - da hilft nur eine ansprechende Gestaltung der Ausstellung. Und wichtig ist auch die Videostation mit einem attraktiven Film, der das Thema Geothermie sehr gut erklärt. Indirekt erfährt man da auch viel über die Energiewende und die Gründe, die dafür sprechen, diese weiterzuverfolgen.
Welches Exponat der Ausstellung möchten Sie Besuchern besonders empfehlen?
Wir haben eine Wand aufgestellt, an die wir während der Laufzeit der Ausstellung aktuelle Zeitungsausschnitte und Infoblätter zum Thema Klimawandel und zur Energiewende hängen. Außerdem bitten wir die Besucherinnen und Besucher, eigene Kommentare abzugeben. Das finde ich besonders spannend, einmal sichtbar zu machen, wie das wirklich existenzielle Thema, das uns ja jetzt schon sichtbar betrifft, die Menschen berührt.