Karten für das Konzert sind im Kulturbüro Mühldorf, Telefon 08631/612-612, im Internet unter www.haberkasten.de sowie an allen München Ticket und Inn-Salzach-Ticket Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.hugo-siegmeth.de
Karten für das Konzert sind im Kulturbüro Mühldorf, Telefon 08631/612-612, im Internet unter www.haberkasten.de sowie an allen München Ticket und Inn-Salzach-Ticket Vorverkaufsstellen erhältlich.
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Wann waren sie zuletzt in Mühldorf?
Vor sechs Jahren habe ich mit Fritz Killermann und Franz Weyerer im Haberkasten gespielt, das dürfte das letzte Mal gewesen sein. Und ich freue mich, dass ich mit der „Bayerisch Jazz Group“ wieder im Haberkasten bin, der ist für das Programm der ideale Ort.
Warum ausgerechnet der Haberkasten?
Der Haberkasten steht für ein abwechslungsreiches und niveauvolles Programm und verbindet aufgrund seiner Architektur viele rustikale Elemente mit modernen, das passt sehr gut zu unserer Musik. Ich mache mir gerne Gedanken über die passenden Örtlichkeiten für meine Musik. Im Mai zum Beispiel werde ich zusammen mit Axel Wolf im Ahnensaal im Rahmen der Nachtstücke ein Programm für Laute und Saxofon spielen. Das barocke Ambiente und die Akustik passen bestens für dieses kammermusikalische Duo.
Folgen Sie mit der „Bayerisch Jazz Group“ dem Trend der neuen bayerischen Volksmusik?
Der Verdacht liegt natürlich nahe, auch wenn ich mit meiner Musik nie wirklich einem Trend gefolgt bin. Tatsächlich hatte ich das Thema Volksmusik lange nicht auf der Agenda, obwohl es mir doch so nah ist. Vor ein paar Jahren war es für mich selbstverständlich, mich mit den musikalischen Wurzeln meiner rumänischen Heimat auseinanderzusetzen. Aufgewachsen bin ich aber in Bayern, so schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Und auch wenn es sich ein wenig klischeehaft anhört: Die zündende Idee kam mir vor zwei Jahren im Schlaf.
Im Schlaf?
Ja, ich hatte tatsächlich einen Traum, in dem ich auf einer großen Bühne bayerische Musik gespielt habe. Das hat sich gut angefühlt. So habe ich am Morgen zu meiner Frau gesagt: ‚Ich glaube, ich muss was Bayerisches machen.‘ Die ersten Schritte habe ich puristischer Besetzung unternommen – mit meinem Saxofon, mit Andreas Kurz am Kontrabass und Bastian Jütte am Schlagzeug. Sängerin Irmi Hager machte aus dem Trio ein Quartett. Und schließlich wollten wir den Gesang noch in Pianoklänge einbetten. So wurde mit Josef Reßle am Klavier das Quintett komplett – eine gewachsene Band voller Spielwitz und Sinn für die Essenz der Musik. Im nächsten Schritt haben wir immer mehr Stücke ausprobiert und umarrangiert.
Wie viele insgesamt?
Ich habe recherchiert, und mithilfe des Volksmusikpflegers Sepp Kink aus Fürstenfeldbruck, der mir seinen Fundus an Liederarchiven zur Verfügung gestellt hat, um die 250 Volksmusikstücke durchgespielt und durchgesungen. Dazu kamen bayerische Klassiker von Konstantin Wecker bis hin zu Willy Michl.
Das berühmte „Isarflimmern“?
An dem Lied konnte ich einfach nicht vorbei. Dabei ging es uns von Beginn an darum, dem Lied und seinem sehr poetischen Text gerecht zu werden. Gleichzeitig wollen wir aber den Zuhörern über unsere offene Art, Musik zu machen, einen anderen, einen neuen Zugang verschaffen. Das Publikum soll spüren, dass wir es ernst meinen und keinen musikalischen Klamauk betreiben.
Obwohl auf der neuen CD auch der Bayerische Defiliermarsch zerpflückt wird?
Ich würde eher sagen, wir definieren ihn neu: im 50er-Jahre Bebop-Stil, schneller und frecher. Die Reaktionen des Publikums waren bisher immer positiv. Gerade die, die mit bayerischer Volksmusik vertraut sind, finden es spannend. Und mir liegt der Defiliermarsch im Blut, seit ich als Student auf dem Oktoberfest gespielt habe.
Jetzt wird es interessant.
Zwei Jahre lang habe ich bei der ‚Fischer Vroni‘ im Zelt Klarinette gespielt. Eine harte Schule zwischen Zigarettenrauch und dem Dampf vom Fischgrill.
So gesehen geht es mit der „Bayerisch Jazz Group“ zurück zu Ihren musikalischen Wurzeln.
Im Grunde trifft das auf die ganze Band zu. Josef Reßle stammt aus dem Allgäu, Andreas Kurz kommt aus dem Münchner Umland. Auch Bastian Jütte ist gebürtiger Münchner und Irmi Hager ist im Mangfalltal daheim. Sie wird in Mühldorf übrigens von Marina Trost vertreten.
Worauf darf sich das Mühldorfer Publikum freuen?
Auf ein abwechslungsreiches Programm. Im Repertoire finden sich ‚Traditionals‘ wie ein sphärischer ´Almruf´ oder ein ungerader Zwiefacher genauso wie ‚Tropferl im Meer‘ von Konstantin Wecker oder die ‚Giesinger Mondserenade‘ von Otto Kuens Weißblauer Drehorgel.