Am Samstag, 3. November, ist Premiere: Die Theatergruppe Kraiburg spielt an insgesamt neun Abenden in der Remise die „Komödie im Dunkeln“ von Peter Shaffer. Die Aufführungstermine: jeweils Samstag, 3., 10., 17., 24. November sowie 1. Dezember, um 20 Uhr und jeweils Sonntag, 11., 18. und 25. November sowie 2. Dezember, um 19 Uhr. Kartenreservierungen sind unter Telefon 01 51/16 95 98 44 jeweils montags bis donnerstags von 19 bis 20 Uhr möglich. Außerdem gibt es die Möglichkeit Tickets per E-Mail unter kartenvorverkauf@theatergruppe-kraiburg.de zu bestellen.
Termine und Vorverkauf
Am Samstag, 3. November, ist Premiere: Die Theatergruppe Kraiburg spielt an insgesamt neun Abenden in der Remise die „Komödie im Dunkeln“ von Peter Shaffer. Im Doppelinterview sprechen Vorstand Alois Fürstenberger und Regisseurin Diana Fürstenberger über die besonderen Herausforderungen einer Komödie.
„Und dann findet es keiner mehr lustig“
Regisseure und Schauspieler sagen oft: Komödien sind besonders schwer. Was sagen Sie nach mehreren Monaten Vorbereitung auf die „Komödie im Dunkeln“?
Diana Fürstenberger: Es kommt auf die Komödie an. Beim Lesen finde ich sie oft lustig, und beim umsetzen merkt man erst, welche praktischen Herausforderungen eine Komödie mit sich bringt. Dann gibt es eine Phase während der Proben, da findet keiner mehr irgendwas lustig. Da ist es oft gut, wenn einer der anderen aus der Theatergruppe, der nicht mitwirkt, zum Zusehen kommt, und lacht. Am Schluss ist es wichtig, wieder die Leichtigkeit ins Spiel zu bekommen – nach all den Proben und der Arbeit. Der Effekt, dass die Darsteller das Stück irgendwann selbst nicht mehr lustig finden, ist aber gut. Denn nur, weil uns das auf der Bühne amüsiert, muss es das Publikum noch lange nicht lustig finden. Und nur so kann auch Situationskomik entstehen.
Lässt sich vorher sagen, an welchen Stellen das Publikum lachen wird?
Alois Fürstenberger: Das ist bei jeder Aufführung eines Stückes anders. Das sagen wir besonders den Neulingen auf der Bühne, damit sie nicht unsicher werden, wenn nicht an derselben Stelle Lacher kommen wie bei der Premiere. Wenn zum Beispiel im Publikum jemand sitzt, der ein ansteckendes Lachen hat, ergibt das oft eine eigene Dynamik im Zuschauerraum.
Diana Fürstenberger: Manchmal traut sich das Publikum auch nicht zu lachen, obwohl sie etwas lustig finden, weil man denkt, das stört. Außerdem wollen die Zuschauer alles mitkriegen und durch zu lautes Lachen nichts überhören.
Müssen die Schauspieler Zwangspausen machen, wenn besonders viel gelacht wird?
Diana Fürstenberger: Je nachdem. Sie können natürlich nicht bei jedem Lacher kurz innehalten, bis wieder Ruhe ist. Eine Komödie lebt ja auch vom Tempo. Manchmal müssen die Schauspieler das Lachen im Publikum kurz mit einer Körperaktion überspielen, zum Beispiel mit einem erstaunten Blick oder einem Stirnrunzeln. Dann kann weitergespielt werden. Das kann man aber nicht lernen, das muss man erfahren. Die Spieler brauchen eine große Flexibilität, denn Publikum und Schauspieler wirken aufeinander.
Welche Art von Humor muss man mögen, um bei „Komödie im Dunkeln“ Spaß zu haben?
Diana Fürstenberger: Das Stück bedient die verschiedensten Humorstile. Im Grunde ist es gar nicht gewollt, trocken zu sein. Die Art des Humors ist oft an den Schauspielern und Rollen festgemacht. Der Colonel wirkt zum Beispiel sehr trocken. Die Figur der Carol ist eher lustig, weil sie versucht, mit besonderen Situationen klar zu kommen. Das tragende Element ist aber tatsächlich die Situationskomik. Es wird sehr viel parallel auf der Bühne passieren. Der Zuschauer muss sich manchmal entscheiden, wohin er schaut.
Was ist an der Besetzung besonders?
Alois Fürstenberger: Es gibt keine kleine Rollen, weil es sechs Schauspieler sind, die über zwei Stunden zum Einsatz kommen. Eine Rolle übernimmt zum Beispiel jemand, der zuvor im Jugendtheater gespielt hat. Diese Darstellerin ist übrigens die ganze Zeit auf der Bühne.
Diana Fürstenberger: Das ist eine Leistung. Das Jugendtheater ist wirklich ein Schatz an sehr gut ausgebildeten, jungen Schauspielerinnen und Schauspielern. Das ist sehr wertvoll für uns.