Aus Tagesreisen wurden Stunden

von Redaktion

Neumarkt-St. Veit – Der ehemalige Vorsitzende des Heimatbund Mühldorf und Heimatforscher Dr. Reinhard Wanka brachte die Geschichtstage in den Kulturbahnhof. Sein Vortrag zum Thema Eisenbahngeschichte passte damit genau an diesen Ort. Mit zahlreichen Bildern, Tabellen und Dokumenten unterstrich Wanka seine Ausführungen, in denen er zunächst an die Erfindung der Dampfmaschine erinnerte. Dadurch hätten sich nicht nur neue Möglichkeiten erschlossen, auch die Arbeitswelt habe sich komplett verändert. „Es gab nun Arbeitsplätze in Maschinenfabriken und natürlich im Gleisbau.“ Dort, wo Schienen verlegt wurden und Bahnhöfe entstanden, wuchsen die Orte gewaltig an. „Da die Bahnhöfe immer außerhalb der Ortskerne errichtet wurden, entstanden daneben rasch Hallen, Verwaltungsgebäude und Wohnhäuser“, sagte Wanka. Denn die Bahn habe sich um ihre Angestellten gekümmert. Außerdem seien die Plätze zwischen Bahnhof und „Altstadt“ mit Geschäfts- und Wohnhäusern bebaut worden, denn der Bedarf an Waren und Wohnraum stieg erheblich. Anderswo nahmen Bergbau und Kohleabbau drastisch zu. Industrie kam durch die Eisenbahn in die Region. Was einst Tagesreisen waren, dauerte nur mehr Stunden. Insgesamt habe die Bahn damit das Leben in der Region entscheidend verändert.nz

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