Mit 1200 Sachen durch die Röhre
TU stellt Hyperloop-Projekt bei den Geschichtstagen vor
Zur Person
Mühldorf – Tesla-Chef Elon Musk hat einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem es darum geht, Menschen möglichst schnell von A nach B zu befördern. Geschichtstage-Organisatorin Professor Dr. Waltraud Schreiber hatte deshalb Raffael Nass de Andrade für einen Vortrag in den Haberkasten eingeladen. Der brasilianische Student der TU München stellte das Konzept des Hyperloops vor.
Elon Musk will möglichst viele Personen möglichst schnell, sicher, billig und wetterunabhängig von einem Ort zum anderen transportieren. Sein Plan: In einer Aluminiumröhre soll eine Kapsel mit hoher Geschwindigkeit verkehren. Ziel ist es, eine Geschwindigkeit von bis zu 1200 Stundenkilometern zu erzielen. Noch ist das Vorhaben in der Experimentierphase. Um die Ergebnisse in der Praxis zu erproben, wurde in der Nähe von Los Angeles eine 1,1 Kilometer lange Teströhre aus Aluminium gebaut, einem Material mit relativ geringem Reibungswiderstand.
Dreimal beteiligte sich die TU München mit der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für Raketentechnik und Raumfahrt, kurz WARR, an diesem Wettbewerb: dreimal ging sie als Sieger hervor. Gelang dies 2016 mit noch relativ bescheidenen 90 Stundenkilometern, steigerte man sich ein Jahr später schon auf 330 Stundenkilometern. Heuer siegte die Münchner Eliteuniversität mit Tempo 467.
Im Anschluss an den Vortrag konnten Fragen gestellt werden. Unter anderem wollte ein Gast wissen, warum nicht das bereits entwickelte Konzept des Transrapid weiter vorangetrieben wurde. Dies scheitere, so Raffael Nass de Andrade, an der Beschränkung desselben auf 500 Stundenkilometer und am zu hohen Luftwiderstand.hra
Zur Sache
Elon Musk ist Multimilliardär und Chef der Elektroautofirma Tesla, er lebt in Los Angeles und besitzt laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes 20,7 Milliarden US-Dollar. Er plant eine Hyperloop-Tunnelverbindung zwischen New York, Philadelphia, Baltimore und Washington.