Töging – Zum zweiten Mal war das „Accio Piano Trio“ mit Christine Scheicher (Klavier), Clemens Böck (Violine) und Anne Keckeis (Violoncello) aus Salzburg im Carl-Orff-Saal zu Gast. Und zum zweiten Mal durften die Töginger Besucher das hervorragende Zusammenspiel der jungen Musiker genießen.
Zum Auftakt stand das Klaviertrio C-Dur KV 548 von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem Programm. Frisch musizierend kostete das Trio die dreisätzige Partitur aus. Der Allegro-Kopfsatz zwischen Klavier und homogenem Klang der Streicher war sehr gut ausbalanciert. So bestachen die drei Musiker auch durch exzellenten Klang. Das „Andante“ gelang überzeugend innig, ehe im „Allegro-Finale“ das Werk mit seinem klangvollen Rondo-Thema und den c-Moll-Zwischenspielen in nahezu ungetrübter Heiterkeit seinen Abschluss fand.
Ebensolche interpretatorische Qualitäten blitzten beim anschließenden Klaviertrio in C-Dur XV 27 von Joseph Haydn auf. Im 1. Satz profilierte sich Christine Scheicher mit differenziertem Klavieranschlag, großen Gesten und starken Forzato-Akzente. Im „Andante glänzte Clemens Böck in den wunderschönen Violine-Kantilenen, während die Cellistin Anne Keckeis ein angenehm zu hörendes Bassfundament schuf. Besonders schön: Das humorvolle „Presto-Finale mit seinen Tanzrhythmen.
Höhepunkt des Abends war das B-Dur-Klaviertrio op. 99 von Franz Schubert. Ausdrucksvoll offenbarte sich das „Allegro moderato“ mit seinen auf- und abschwingenden dialogartigen Passagen. Mit geschmeidigem Ton der Violine, mit der Wärme und Eleganz des Cellos und mit dem gleichwertig zur Seite gestellten Klavier gelang den jungen Musikern ein transparent gespielter Satz. Vollendet schön ging es im zweiten Satz weiter: Die köstliche Gesangsmelodie – von Christine Scheicher am Klavier mit wiegenden Klängen begleitet – spielten Clemens Böck, Violine und Anne Keckeis, Violoncello im herrlich-gefühlvollen Zwiegesang. Dem anschließenden „Scherzo“ mit seinen lieblichen Walzerklängen folgte der strahlende Finalsatz mit Tempo- und Rhythmuswechsel und stürmischen Coda.
Die begeisterten Zuhörer wurden von den jungen Musikern für ihren lang anhaltenden Beifall mit einer „Irländischen Volksweise“ von Frank Martin als Zugabe belohnt.