Töging – Das in Hamburg beheimatete Trio Adorno mit Lion Hinnrichs – Klavier, Christoph Callies – Violine und Samuel Selle – Violoncello war zum wiederholten Male in Töging zu Gast und wieder durften die Zuhörer im Carl-Orff-Saal das hervorragende Zusammenspiel der jungen Musiker genießen.
Der Pianist führte anschaulich durch das Konzertprogramm und gab informative Hinweise zu den einzelnen Musikstücken und deren Komponisten
Mit Beethovens Klaviertrio Nr. 7, op. 97 in B-Dur, auch als „Erzherzog-Trio“ bekannt, offenbarte sich gleich zu Beginn die Qualität des jungen Ensembles und machte deutlich, welch prägnantes und fein artikuliertes Spiel sie an den Tag legten. Der große Schwung des ersten Satzes in dem Wechsel seiner Stimmungen und im „Scherzo“ mit seinen volkstümlichen Weisen und Walzer, bewies Lion Hinnrichs viel Feingefühl und ordnete sich mit differenziertem Klavieranschlag, um seinen beiden Streicherkollegen volle klangliche Entfaltung zu ermöglichen.
Im „Andante cantabile“ mit seinen Variationen, eingebettet in sanfte Klavierklänge, gelang es Samuel Selle, Cello und Christoph Callies – Violine die Zuhörer mit schönen Kantilenen zu verzaubern. Das atemberaubend hingelegte „Finale“ von dem exzellenten Trio meisterhaft vorgetragen, machte das Zuhören zum Erlebnis.
Im zweiten Teil des Abends stand das Klaviertrio Nr. 2 op. 66 in c-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm, das den jungen Musikern noch einmal all ihr instrumentales Können abverlangte. Im dramatisch angelegten „Allegro energico e con fuoco“, seinen außergewöhnlichen Harmonien und mit spielerischen Finessen gespickt, wurde ungemein spannungsvoll musiziert. Das friedvolle „Andante espressivo“ von Klavierklängen umspielt, wurde von Violine und Cello in schöner Klangbalance zu Gehör gebracht.
Dem „Scherzo“ mit seinem typischen Elfenreigen, wie man sie aus dem „Sommernachtstraum“ kennt, folgte das höchst anspruchsvolle Finale und dahin wirbelnden Passagen. Begeisterter Schlussbeifall belohnte die grandiose Leistung der jungen Künstler, die mit großer Energie und Klarheit in ihrem Spiel eine vollkommene Beherrschung ihres Repertoires offenlegten und den Zuhörern Lust auf mehr machten. Als Zugabe spielten sie das „Allegro“ aus dem C-Dur Klaviertrio von Bohuslav Martinu. Ein gelungener Auftakt zur Konzertreihe 2019.