Heimspiel für die Ex-Hohlmeier

von Redaktion

Interview Mühldorferin Bianca Bachmann kommt mit der Couplet AG nach Mühldorf

Mühldorf – Für Bianca Bachmann ist es eine Rückkehr, wenn sie mit der Couplet AG am Samstag, 14. September, im Mühldorfer Stadtsaal auftritt. Bachmann wurde in Mühldorf geboren und wuchs mit ihrer sechs Jahre jüngeren Schwester in Aschau auf. Als sie in der dritten Klasse war, zog die Familie nach Waldkraiburg. Ihre Eltern waren Lehrer.

Hatten Sie schon auf dem Gymnasium Gars künstlerische Ambitionen?

Ja, schon immer. In der neunten Klasse spielte ich in meinem ersten Theaterstück. Es war „Das Gauklermärchen“ von Michael Ende. In der Kollegstufe war ich im Grundkurs „Dramatisches Gestalten“. Wir führten „Der gelbe Vogel“ von Myron Levoy und „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare auf. Ich war aber nie der Klassenclown. Mir gefiel es nur immer, Leute zum Lachen zu bringen.

Welcher Lehrer hat Sie besonders beeindruckt?

Das war Walter Prokop, Kunst- und Musiklehrer. Ihm habe ich viel zu verdanken. Ich war auch immer bei ihm im Chor.

Nach dem Abitur besuchten Sie die Schauspielschule Gmelin in München. Was haben Sie dort gelernt?

Nachdem ich zunächst vier Semester Theaterwissenschaften an der LMU in München studiert hatte, wechselte ich auf die Schauspielschule von Dorothea Gmelin. Man lernt dort sehr vieles, angefangen von Stimmbildung und Tai-Chi über Improvisation in der Gruppe bis hin zu Kunstgeschichte und Körperlehre.

Was braucht eine gute Schauspielerin?

Kreativität, Authentizität, Spontaneität und Improvisationstalent sind sehr wichtig.

Wenn Sie eine Rolle bekommen wollen, müssen Sie vorsprechen. Wie läuft das ab?

Man trägt drei Rollen vor – etwas Klassisches von Schiller oder Goethe, etwas Lustiges und etwas Modernes.

Ein Höhepunkt Ihrer Karriere war die Darstellung von Monika Hohlmeier auf dem Nockherberg.

Ich hatte gerade mein erstes Soloprogramm geschrieben: „Ich und meine Männer“. Da ging es um meine Vorbilder Karl Valentin und Fredl Fesl. Gleichzeitig suchte Eva Demmelhuber, damalige Regisseurin des Singspiels auf dem Nockherberg, eine Darstellerin für Monika Hohlmeier, die ehemalige Kultusministerin. Sie sah mich auf der Bühne und engagierte mich 2004. 2005 musste Monika Hohlmeier zurücktreten – ich leider auch.

Ihre Auftritte finden vor allem in Süddeutschland und Österreich statt. Wie reisen Sie zu den Auftritten?

Wir haben ein eigenes Auto, in das wir unsere gesamte Ausrüstung packen, die Headsets, also die Kopflautsprecher, Kostüme und Instrumente wie Gitarre, Ziach und Trommel.

Wer ist für die Lieder, die Couplets und die Sketche verantwortlich?

Jürgen Kirner schreibt die Texte, die Bernhard Gruber vertont. Jürgen managt unsere Termine, wir haben keinen eigenen Agenten. Hans rath

Hier gibt es Karten

Karten für den Auftritt am Samstag, 14. September, im Mühldorfer Stadtsaal gibt es im Kulturbüro der Stadt unter Telefon 08631/612612 oder unter www.muehldorf.de.

Artikel 8 von 8