Waldkraiburg – Rund 60 Besucher haben im Waldkraiburger Haus der Kultur dem Kabarettisten Horst Eberl gelauscht. Stets humorvoll kommentiert und kritisiert der Künstler seine Umgebung. Zurückhaltend, aber anerkennend ist der Applaus des Publikums. Und seine Scherze entlocken den Zuschauern stets ein Lachen als Würdigung. Krankheitsanalyse über Google-Suche und Fridays for future besingt er ebenso wie persönliche Erlebnisse. In einem Schulweg-Lied erinnert er an zahlreiche Umwege und interessante Kleinigkeiten seiner Schulzeit. Und auch Erfahrung im Hosenkauf mit Ehefrau und Reha nach Oberschenkelbruch teilt er. Anschaulich macht er Gymnastikübungen vor und bindet sie in sein sportlichstes Lied ein: „Hoch das Bein“.
Immer wieder berichtet er aus seiner Kindheit im Landkreis Garmisch: Schwarz-Weiß-Fernseher, Sendeschluss und Hausaufgabenabschreiben in der Sakristei während andere Ministrieren. Auch Golfspielern widmet er ein Lied. Nachdem er ausführlich über das Patten berichtet hat, geht es ans Trinken danach. Völlig betrunken fährt er nach Hause, erklärt der Musiker.
Eberls Lieder erinnern an die des Liedermachers Reinhard May: Humorvoll, oft tiefgehend, immer auch analytisch – in bayerischem Dialekt.