Waldkraiburg – „Sicher sind es das Interesse an und die Liebe zur Kunst, die uns frei nach dem Motto dieser Ausstellung verbindet“, sagte Kulturreferentin Karin Bressel zur Eröffnung der Ausstellung vom Kunstverein Inn-Salzach in Waldkraiburgs Haus der Kultur. Und sie empfahl: „Jeder Besucher kann seine verschiedenen Empfindungen an den Werken testen.“ Neugierig waren die Besucher auf die Arbeiten der Künstler Christel Stenglin, Andreas Lorenz und Werner Pink, die bis Ende Oktober ausstellen.
In seiner Einführung verwies Künstler Gernot Sorgner auf das Zusammenwirken der drei Mitglieder des Kunstvereins Inn-Salzach. „Gegenstände, die uns die Welt sichtbar machen, koordinieren Raum und Zeit. Was will uns der Künstler sagen? Man sammelt allein durch das Schauen mehr Kenntnisse.“
Bei Christel Stenglin kann man gut nachempfinden: Sie entfernt Unwichtiges, gibt der Farbe Raum und wendet sich dem expressiven Ausdruck zu. Mit ihren Bildern befindet sie sich, laut Sorgner, „in einem abstrahierenden „Flow“, indem sie die Farben vom Gegenstand befreit.“ Dies ist herauszulesen bei ihren Darstellungen von den „Weibsbildern mit Mann“, ihren „Kontrast der Formen“ oder „Vernetzt I“.
Andreas Lorenz wendet sich immer mehr der Malerei zu, indem er Gebrauchsgegenstände wie Schlüssel oder Nägel, Naturmaterialien, Steine und Holz auf Hintergrundflächen setzt, so bei seinem Holzgesicht „Erstaunen“, beim Bild der „Mohn-Ernte“ oder der Holz-Stein-Arbeit „Mondsüchtig“. Er liebt konkrete Tierplastiken aus Sand- oder Speckstein.
Der dritte Künstler, Werner Pink, verwirklicht seinen Leitsatz „Sehen, Finden, Verändern, Verfremden“ mit Formen, die seinen Afrikaaufenthalten entstammen. Dazu zählen Holzskulpturen oder die Acrylarbeit „Maske“. Sein Empfinden stimmt überein mit den kräftigen und schrillen Farben bei „Da geht’s lang“ oder „Struktur I“ und „Der Verschwiegene“. Seine Emotionen spiegeln sich in Holzfiguren wie der „Mona Lisa“ und der Gruppe „Clown, alter König, Kolonialist und Hofnarr des Königs“ genau so wie in seinen Stahlplastiken „Elefant“ und dem „Tänzer mit Maske“.
Gesanglich umrahmt hat Lisa Fischbach aus Trostberg die Vernissage mit rockigen und gefühlvollen Songs.