Mühldorf – Sie waren zum ersten Mal im Haberkasten; die Jungs von „Cobario“. Der Name kam Jakob Lackner (El Coba), Georg Aichberger (Giorgio Rovere) und Herwig Schaffner (Herwigos), als sie als Straßenmusiker in Barcelona unterwegs waren. An einem unscheinbaren Steg am Ende der Einkaufsmeile „Las Ramblas“ haben sie ihrem Namen gleich ein kleines Lied gewidmet, beinahe eine bombastische Liebeserklärung. Dabei wird Cobario auf der ersten Silbe betont und heißt auch nicht Cabrio, wie die drei in schönstem Wienerisch dem Publikum erzählten.
Nach ihren Auftritten treffen sie sich immer in einem typischen Wiener Kaffeehaus, um „Körper und Seele wieder aufzuzeigen, dass man wieder zu Hause ist“. Das ist sicher auch ein Grund, warum ihr aktuelles Album „Wiener Melange“ heißt: Der einfühlsame Sound von zwei Gitarren im Zusammenspiel mit Geigenklängen geht richtig unter die Haut und ist, gepaart mit dem charmanten Wiener Schmäh, eine exquisite Mischung – wie eine leckere Melange eben.
Das mehrfach ausgezeichnete Wiener Instrumentaltrio nahm die Zuhörer mit auf eine genussvolle Reise vom Wiener Kaffeehaus über Osteuropa, Asien, Südamerika und wieder zurück. Es begeisterte mit einem abwechslungsreichen Genre-Mix mit Einflüssen aus Jazz, Folk, Pop und Klassik.
Das preisgekrönte Trio Cobario tourte schon um die halbe Welt und sog dabei stets neue musikalische Inspirationen auf. Das klingt mal nach südamerikanischer Wüste, mal nach südfranzösischer Leichtigkeit und mal nach tiefgrünen irischen Hügeln, aber vor allem zwischen den Stücken auch immer nach dem klassischen Wiener Kaffeehaus.
Seit über zehn Jahren begeistern die spielfreudigen Vagabunden Herwigos (Violine, Bratsche, Klavier), El Coba (Gitarre) und Giorgio Rovere (Gitarre) ihr Publikum mit melancholisch verträumten Weisen, treibenden Klanginstallationen und virtuosen Soli.
Cobario starteten 2006 in Barcelona als Straßenmusikanten. Schnell entwickelten sie einen ganz eigenen Stil, der vor allem durch die so unterschiedlichen Inspirationen geprägt ist, die man als Straßenmusiker rund um die Welt sammelt. Die vielen Geschichten und kleinen Abenteuer, die das Trio auf seinen Reisen erlebte, wurden in Musik verpackt und mit Wiener Charme präsentiert.
Herwig Schaffner („Herwigos“) begann mit acht Jahren Geige und Klavier zu lernen und wurde schon mit 16 Jahren am Salzburger Mozarteum aufgenommen. Er spielte im „European Youth Orchestra“ und unter Dirigenten wie Yehudi Menuhin und Sandor Vegh.
Georg Aichberger („Giorgio Rovere“) spielt Gitarre seit er 14 Jahren alt ist. Seine Jugendjahre waren geprägt von autodidaktischem Lernen sowie einer Vielzahl an Bandprojekten. Er studierte Gitarre an der Musikuniversität Wien und am Sydney Conservatorium of Music.
Jakob Lackner alias „El Coba“ faszinierten bereits im frühen Jugendalter die Klänge der akustischen Gitarre. Nach Jahren des autoditaktischen Lernens nahm er Unterricht bei namhaften Gitarristen wie zum Beispiel Peter Ratzenbeck. Bis zum 20. Lebensjahr spielte er in mehreren Projekten und Bandformationen diverser Musikgenres, bis er 2006 Cobario gründete.
Die drei Virtuosen reißen ihr Publikum spontan zu einem flotten, rhythmisch schwungvollen Vagabunden-Galopp mit und unterhalten lässig in gemütlicher Zentralfriedhofsatmosphäre mit sanft gezupften Melodien und Geschichten.
Zum Beispiel beim Stück „Hotel Balada“, hörbar inspiriert von einer Hochzeit in Rumänien. Aber welch wilde Party dort gefeiert wurde, beschrieben sie mit ihren Instrumenten. Und man glaubte es ihnen aufs Wort, dass man gar nicht anders konnte, als beschwingt und feuchtfröhlich drei Tage lang mitzufeiern.