Die Termine

Mehr als nur Musik machen

von Redaktion

„Bayerische Basstage“ Ende Oktober – Abschlusskonzert mit Schülern und Lehrern

Mühldorf – Die „Bayerischen Basstage“ stehen wieder auf dem Mühldorfer Kulturprogramm. Zum sechsten Mal bietet Organisator und Leiter Claus Freudenstein vom 26. bis 28. Oktober kleinen und großen Kontrabass- und E-Bassspielern, Anfängern wie Profis ein vielseitiges, musikalisches Programm mit Kursen und Workshops. Den Höhepunkt bildet das Konzert „Masters of Bass“ im Haberkasten.

Aus einem Wunsch, Menschen durch die Musik zusammenzuführen, entstanden 2014 die „Bayerischen Basstage“. „Dabei geht es um das Basspielen, aber auch um viel mehr“, sagt Freudenstein. 2010 war der Kontrabassist in verschiedenen Ländern unterwegs und setzte sich dafür ein, Menschen – vor allem Kindern – durch Musik Bildung und eine positive Lebensrichtung zu geben.

2013 war er in Tijuana, einem Ort in Mexiko nahe der Grenze zu den USA, in dem viele Flüchtlinge unter schweren Bedingungen leben. Dort sprach er mit Familien, sensibilisierte Lehrer, machte auf die Missstände aufmerksam. Einem kleinen Mädchen verschaffte er eine Schulbildung sowie Unterricht im Kontrabass. Das hat ihn nachdenken lassen. „Ich habe gesehen, dass man sogar in einer Problemgegend etwas bewirken und auf die Beine stellen kann.“ Seine Intention sei es, Grenzen aufzulösen und Menschen zusammenzubringen.

Die Basstage sind sein Hilfsmittel. „Dabei ist das Musikalische wie der Mercedes-Stern auf dem Auto. Er sieht schön aus, aber für den Antrieb ist immer noch der Motor zuständig. Und das sind die Menschen, die die Musik machen. Dabei ist es egal, welcher sozialen oder kulturellen Schicht sie angehören oder an welche Religion sie glauben“, sagt er. Genau für diese Transparenz stehen auch die zahlreichen Stars der Bassszene, die Freudenstein als Dozenten eingeladen hat. International bekannte Musiker wie Kontrabass-Star Adam Ben Ezra aus Israel oder Professor für Kontrabass, Božo Paradžik, aus Kroatien sind zu Gast in Mühldorf und unterrichten bei den Kursen.

Aber auch die Heimat ist mit Dozentin und Kontrabasslehrerin Anna Stelzner und Spitzenpianist Thomas Hartmann vertreten.

Die Teilnehmer der „Bayerischen Basstage“ haben die Möglichkeit, verschiedene Kurse, Workshops, und Ausstellungen zu besuchen. Dabei stehen ihnen das Betreuungsteam und die Dozenten zur Verfügung. Freudenstein selbst übernimmt den Minibass-Kurs für die Kinder.

Der Höhepunkt ist das Konzert „Masters of Bass“ im Haberkasten, bei dem alle Beteiligten mitspielen. Mit dem Konzert möchte Freudenstein vor allem auf das Instrument aufmerksam machen. „Das Konzert soll für das Volk sein. Es soll den Kontrabass hervorheben, der meistens in den Orchestern untergeht und gar nicht so auffällt“, erklärt er.

Die Basstage waren seit 2014 in jeder Hinsicht ein Erfolg, die Teilnehmerzahlen stiegen von Jahr zu Jahr. Auch heuer rechnet Freudenstein mit einem Anstieg der Besucherzahl. Auch für die Stadt sind sie ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. „In dieser Zeit ist Mühldorf im Ausnahmezustand. Die Spitzenklasse der Bassszene kommt hierher in unser kleines Mühldorf. Mit der Unterstützung durch die Stadt, das Kulturbüro und die Sponsoren können wir kulturell etwas bieten, was nicht jeder hat und das etwas ganz Besonderes ist“, meint Freudenstein.

Trotzdem ist für den Organisator und Leiter eines eine Herzensangelegenheit: „Das Programm und das Konzert ist für jeden geschaffen, nicht nur für die Elite. Jeder, der Freude am Bassspielen hat, ist herzlich eingeladen, egal ob Anfänger oder Supercraig.“

Alle Informationen zu den Basstagen und die Anmeldung finden sich online unter www.bavarian-bassdays.com. Anmeldeschluss zu den Basstagen ist am 19. Oktober.

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