Ein gern gehörter Gast

von Redaktion

Ecco DiLorenzo spielt fast vier Stunden im Mühldorfer Haberkasten

Mühldorf – Acht Männer und zwei Frauen brachten den Haberkasten vergangenen Samstag zum tanzen und singen. Unbestuhlt und gut gefüllt war der Veranstaltungssaal – 300 Gäste zählte der Veranstalter. Ecco DiLorenzo and his Innersoul spielen Soul, Rhythm and Blues und Funk, Selbstkomponiertes und Interpretationen weltbekannter Songs. Gleich mit dem ersten Lied beginnt das Publikum zu tanzen. Der ein oder andere benötigt dabei nicht selten gleich mehrere Quadratmeter. Der Platz dafür ist ausreichend.

Auf den Bartischen stehen eng aneinander gedrängt Getränke. Auch an den Wänden des Veranstaltungssaales reihen sich Flaschen und Weingläser aneinander. Denn es braucht jeder seine Hände, Beine und Hüften zum Tanzen und Klatschen.

Menschen mit Blümchenblusen, Dauerwelle, Strickpulli und Schnurrbart treffen auf solche in Faschingsstimmung – mit leuchtenden Paillettenhüten und Glitzerleggins. Der Termin am Faschingssamstag ist perfekt gewählt für einen solchen Termin, der zum Tanzen auffordert. Schließlich bildet der Sänger eine Gasse im Zuschauerraum. Stets zwei Gäste fordert er auf, durch den Gang zu tanzen. Immer mehr kommen hinzu. Schließlich bildet sich eine von hinten in Richtung Bühne tanzende Menschenmenge. An den Seiten des Ganges gilt es, sich für den nächsten Tanz zur Bühne anzustellen. So mischt sich das Publikum.

Auch die Mischung aus Gesang und Akustik ist gelungen. Gleich mit dem ersten Stück stellt DiLorenzo seine Musiker vor. Immer wieder spielen die Musiker an Trompete, Posaune und Saxofon ihre Soli. Auch die Künstler an Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard hebt der Bandleader immer wieder hervor. Der Applaus des gut gelaunten Publikums ist garantiert.

Auf ebenfalls große Begeisterung stoßen die beiden Backgroundsängerinnen. Ihre stets synchrone Choreografie wirkt improvisiert. Carolin Roth und Di Lorenzo nimmt jedoch keiner die Aussage des Songs „Love is unfair“ ab – viel zu verliebt wirken die beiden Sänger. Besonders in ihren Soli zeigt sich hohe Bühnenpräsenz. DiLorenzo muss fast aufpassen, dass die beiden Sängerinnen ihm nicht die Show stehlen.

Schließlich kreischt das Publikum, als DiLorenzo sein Jackett langsam auszieht. Es kreischt, als er seine Krawatte abnimmt. Und es kreischt, als er Liegestütze auf der Bühne macht. Die Band weiß, sein Publikum zu begeistern. Die Gäste bekommen gar nicht genug. Fast 24 Uhr ist es, als die Band nach zahlreichen Zugaben das Konzert beendet.

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