Musikalische Zeitreise in die 1950er-Jahre

von Redaktion

Moonlight-Show mit viel „Musik in der der nächtlichen Luft“

Waldkraiburg – Es passte alles an diesem Abend in der Moonlight-Arena vor dem Waldkraiburger Haus der Kultur: Sternenhimmel, laue Temperaturen und Musik aus den Fünfzigern, die vom ersten Song an das Publikum in eine gelöste, beschwingte Stimmung versetzte – der eben erlittenen Fußballniederlage widmete man kaum mehr einen Gedanken.

Wie schon in den Vorjahren verstand es Conny mit ihren drei Männern, die Musik in der Luft so richtig spüren zu lassen. So versammelte das Quartett die Zuschauer-Familie vor dem vorsintflutlichen Schwarz- Weiß-Fernsehapparat, einer ebensolchen Kamera und riesigen Scheinwerfern. Schon bei der „Liebe, die ein seltsames Spiel ist“ sangen einige verhalten mit, was sich bei den „Süßen Früchten“ für die großen Tiere bereits steigerte. Man durfte eine missratene Toast-Zubereitung des Fernsehkochs miterleben, nahm an einer Autofahrt teil, bei der Sänger Kurt an der Gitarre behauptete, nur die Schönheit von Conny habe ihn von seinen wahren Fahrkünsten abgelenkt. Dazwischen immer wieder die schönsten Schlager der Wirtschaftswunderjahre wie „Geh‘n Sie mit der Konjunktur“, den „Apfelsinen im Haar“ und „Mit 17 hat man noch Träume“. Sogar bei Robert Lembkes „Welches Schweinderl hätten’s gern?‘ durfte man mitmachen.

Das historische Fußballspiel Deutschland – Ungarn konnte man verfolgen, als Trainer Herberger erklärend meinte: „Das Runde muss halt ins Eckige“ und Wirbelwind Conny anstimmte: „Er steht im Tor…“

Mit dem Goggomobil ging’s in den Urlaub zu den „Capri-Fischern“ und für die Besucher in die Pause, begleitet von „Lady Sunshine and Mister Moon“. Nostalgische Glückseligkeit schwebte auch danach durch die Zuschauerreihen, so beim „Strandbikini“. Sogar bei einer Schlagerlotterie durfte man mitmachen, bei der die quirlige Conny als Glücksfee durch die Reihen ging: „In 80 Takten geht’s noch weiter um die Welt“, verkündete sie und schon war man bei „Mitsu“ in Japan oder den „7000 Rindern“ wohl in Südamerika.

Doch der Abschied ließ sich zum Leidwesen vieler nicht aufhalten. Mit einem Riesenapplaus und „Wir wollen niemals auseinandergehen“ ging’s zu fast mitternächtlicher Stunde hinaus in die laue Sommernacht.fis

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