Sieben Live-Bands rocken das Open Air

von Redaktion

„Rock im Moos-Festival“ am Samstag in Tüßling – Kraiburger Band „Headstone“ spielt das Finale

Tüßling – Die mittlerweile achte Auflage des im idyllischen Mörntal in der Nähe von Tüßling stattfindenden „Rock im Moos-Festivals“ geht am Samstag, 20. Juli, (Beginn 15.30 Uhr) über die Bühne. Das kleine Open Air, das 2016 aus einem Hoffest des lokalen Käsehändlers Matthias Gallas entstanden ist, hat sich vom Geheimtipp zu einem „kleinen Woodstock“ in der Region entwickelt. Auch heuer darf sich das Publikum wieder auf eine Spannbreite von Blues, Rock’n‘Roll, Bluesrock bis hin zu Rock, Punk und deftigem Hardrock freuen.

Den Auftakt bestreitet diesmal – im Zuge der Jugendförderung des gemeinnützigen „Rock im Moos- Vereins“ – die Schülerband „The Rockin‘ Teens“, die aus Mühldorfer und Waldkraiburger Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 16 Jahren besteht.

Mit einem minimalistischen Drumset und einer Slideguitar heizen dann „The Blues Uncles“, bestehend aus dem Trostberger Armin Spitzera und dem Tüßlinger Matthias Gallas mit einem sehr urtümlichen, selbstkomponierten Missisippi Delta Blues ein.

Eine Fender Telecaster, ein schwedisches GigPig Drumkit und eine coole Stimme – das sind die Zutaten des weiblichen Rockduos „The Kikis“. Sie interpretieren Rockklassiker der 70 er- und 80er-Jahre von Billy Idol, Soft Cell, Neil Young, Ram Jam und Deep Purple völlig anders als bekannt, aber nicht minder mitreißend.

Die fünf Jungs von „Tscheky & the Blues Kings“ haben sich mit ihrem fetten Mississippi-Blues und ihrem knackigen 50er-Jahre-Rock’n‘Roll bereits über die Grenzen des Chiemgaus hinaus einen Namen gemacht. Die 2011 gegründete Band bringt ihren selbstkomponierten, druckvollen Südstaaten-Sound und ihre Show authentisch auf die Bühnenbretter und rührt dabei eine Menge „Groove der 60er-Jahre“ in ihr musikalisches Mixtur.

Die dreiköpfige Formation „The Rockin‘ Jets“ um die Altöttingerin Elli Jett, dem Londoner Gitarristen Johnny Diesel und dem ebenfalls aus der englischen Hauptstadt stammenden Schlagzeuger Damian Ramone brettert dann einen Mix der besten Punkrock-Songs der späten 70er-Jahre ins Publikum. Mit Titeln von The Clash, The Ramones, den Sex Pistols, Green Day, Sham 69, Plastic Bertrand, Joan Jett und Iggy Pop starten sie eine rasante, mitreißende „Punkrockrakete“ mit extrem hohem „Pogo-Faktor“.

Mit eher weniger bekannten Songs wie „Gerdundula“, „Railroad“, „Mean Girl“ oder „Umleitung“ huldigt die Regensburger Band „Staid as Quo“ der Urbesetzung von Status Quo aus den 70er-Jahren. Nicht nur eingefleischte Fans der legendären Boogie-Rocker dürften hierbei auf ihre Kosten kommen.

Das Finale bestreitet dann die Kraiburger Hardrockband „Headstone“ mit einer deftigen „Breitseite“ aus dreckigem, krachendem eigenkomponiertem Rock‘n‘Roll – laut, schnell und vibrierend. Die scharfen Gitarrenriffs von Teddy Mc Rocket und die stampfenden Beats von Schlagzeuger Simon McMayhem versetzen einen zurück in die Zeit der Urväter des Hardrocks.

Das aus einer formvollendeten Verschmelzung des Blues mit der Aggressivität von kompromisslosem, schweißtreibendem Hardrock bestehende Song-Material strahlt, auch dank der schneidend scharfen Stimme von Russel McFish.

Wie immer bietet das Festival einen urigen Biergarten, einen kostenlosen romantischen Zeltplatz mit Baumfackeln, schattenspendende Bäume sowie ein kleines Bächlein zum Erfrischen. Für das leibliche Wohl ist natürlich ebenfalls gesorgt.

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