Mühldorf – Flugtickets nach Kuba konnten sich die Besucher des Konzerts „Havanna Viva“ ersparen, denn die Cubaboarischen 2.0 entfachten kürzlich in der Kreisstadt im Rahmen des Sommerfestivals ein heißes musikalisches Feuer ganz nach kubanischer Manier. Da braucht es keinen Flug mehr nach Havanna.
Der Innenhof des Haberkastens war bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Musiker auf der Bühne zu ihren Instrumenten griffen. Frontmann Leo Meixner mit seinem Akkordeon begrüßte die Konzertbesucher und versprach einen Abend zwischen Salsa und Landler.
Der charmante kubanische Teil der Band ist weiblich und heißt Yinet Rojas Cardona. Die Gitarristin und Sängerin steckte das Publikum mit ihrer ausdrucksvollen Stimme gleich zu Beginn des Konzerts in die Tasche.
Die Cubaboarischen zelebrierten die Liebe und die Lebensfreude, was die Konzertbesucher mit begeistertem Füßewippen und donnerndem Applaus belohnten. „Wir sind einfach Kuba-damisch“, gab Meixner auf der Bühne zu, vergaß aber nicht, die leidenschaftliche Musik der Kubaner immer wieder mit bayerischer Gemütlichkeit zu verbinden.
Gedanklich saßen die Mühldorfer Gäste wohl mit einem Glas Cuba Libre in der Hand an Kubas puderzuckerweißen Sandstränden und träumten von Meer und Sonne. Was kann denn schöner sein? Ein bisschen Lokalkolorit streuten die Cubaboarischen nicht nur, aber auch, beim altbekannten Lied „Sommer in der Stadt“ ein, mitgesungen vom Publikum in allerbester Feierlaune. ursula huckemeyer