Aschau – Am Samstag, 28. September, findet im Pfarrheim St. Anna, Kirchenstraße 3, um 16.30 Uhr das dritte Klavierkonzert von Kilian Langrieger statt. Im Juni 2022 gastierte er dort erstmals und spielte am Bechstein-Flügel des Pfarrheims mit großem Erfolg. 2023 war er dort erneut von einer wachsenden Zuhörerzahl am Flügel zu hören.
Kilian Langrieger legte bei den Regensburger Domspatzen 2018 das Abitur ab. Im Oktober 2022 schloss er das Studium am Konservatorium in Trient/Italien im Hauptfach Klavier mit dem 1. Akademischen Diplom ab. Seither lebt und unterrichtet er in München und tourt erfolgreich durch Deutschland und Europa. Der Landkreis Regensburg hat ihm aufgrund herausragender Leistungen im Juli 2024 den diesjährigen Jugendkulturpreis verliehen.
Mit seinem neuen Programm geht Kilian Langrieger ab dem Spätsommer auf Konzertreise. Sie führt ihn zuerst wieder nach Aschau, im Anschluss daran unter anderem nach Dresden, Regensburg, Lordington/UK und Canterbury zum Canterbury Festival und zur Sawallisch-Stiftung in Grassau.
Die Waldszenen op. 82 von Robert Schumann von 1848/49 sind ein sehr vielfältiger Zyklus von neun sehr farbigen, bildhaften Stücken, deren Charaktere von lyrisch-intim bis dunkel-geheimnisvoll und von prophetisch-versonnen bis virtuos-brillant variieren. Die Stücke „Eintritt“ und „Abschied“ markieren Anfang und Ende. Dazwischen begegnen dem Zuhörer der „Jäger auf der Lauer“, „Einsame Blumen“, „Verrufene Stelle“, „Freundliche Landschaft“, „Herberge“, „Vogel als Prophet“ und ein weiteres „Jagdlied“.
Die klassischen 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens werden oft als „Neues Testament“ des Klavierspiels bezeichnet. Die Sonate Nr. 7, entstanden in den Jahren 1796 bis 1798, ist ein viersätziges Werk mit zwei Sonatenhauptsätzen, dem Allegro als 1. und dem Largo als 2. Satz. Sie ist die größte Sonate aus dem dreiteiligen op. 10 und dauert etwa 25 Minuten. Der erste Satz hat einen sehr energischen, stürmischen Charakter, der zweite unheilschwangere Satz entstand nach der Lektüre von Goethes „Egmont“ und soll nach Beethovens eigenen Worten den Tod Klärchens darstellen. Den dritten Satz bildet kein Scherzo, sondern ein eher verhaltenes Menuett. Das Rondo des vierten Satzes zeigt hingegen eine geheimnisvolle und mystische Stimmung.
Mit den beiden je zwölf Etüden umfassenden Werkzyklen op. 10 und op. 25 hat hingegen Frédéric Chopin gleichsam das romantische Testament der Klavierkunst verfasst. Seine Etüden zählen zu den großen technischen und musikalischen Herausforderungen für jeden ambitionierten Pianisten. Chopins Etüden verlangen vom Interpreten alle Finessen der Kunst: Virtuosität und eine besondere Einfühlungs- und Darstellungsgabe, um die romantische Seelenlandschaft des wohl bedeutendsten und beliebtesten Komponisten der gesamten Klavierkunst vollendet darzustellen. Die Etüden sind daher ein wahres Bühnenabenteuer sowie ein musikalischer Hochgenuss.
Der für seine einfühlsame Interpretationskunst bekannte und beliebte Pianist hat mehrfach mit seiner Programmgestaltung bewiesen, dass er die Herausforderung liebt und die höchsten Anforderungen der interpretierten Werke mit Verve und Bravour zu erfüllen weiß. Mit dem neuen Programm weckt er auch bei Kennern höchste Erwartungen.
Reservierungen bitte telefonisch unter 09451/941323 oder per E-Mail an Langrieger@aol.com.