Benefizkonzert mit preisgekrönten Künstlern

von Redaktion

Seit 20 Jahren organisiert der Anna Hospizverein Konzerte in Zangberg

Zangberg – Ein Benefizkonzert des Anna Hospizvereins fand unlängst zum 20. Mal im Ahnensaal des Klosters Zangberg statt. Seit 20 Jahren finden diese Benefizkonzerte der Schweizer Künstler um die Professores Gérard Wyss und Adelina Oprean in Zangberg statt. Wiederum war dieser wunderbare „Ahnensaal“ bis auf den letzten Platz gefüllt, als Dr. Hans Dvorzak, der Gründer des Anna Hospizvereins Mühldorf und gleichzeitig der Organisator dieser Konzerte, recht locker seine befreundeten Künstler und das Publikum begrüßte. Um es gleich vorwegzusagen, sein Versprechen, dass vollendet vorgetragene Musikperlen zu hören sein werden, wurde voll erfüllt.

Den Anfang machten gleich die beiden Baseler Künstler mit Franz Schuberts Sonatine für Violine und Klavier in a-Moll. Adelina Oprean, die „Grande Dame der Violine“, harmonierte fabelhaft mit dem mittlerweile 80-jährigen Professor Gérard Wyss am Flügel. Beide sind ein eingespieltes Paar, die ihre Instrumente in jeglicher Form beherrschen und somit die Ausdrucksformen perfekt in allen vier Sätzen vollendet darboten.

Ein wahres Zauberstück vollbrachte der junge Violinist und Bachelor of Arts, Laurentju Stoian. Dieser einstige Student bei Adelina Opran, spielte die „Introduction und Rondo Capriccioso“ für Violine und Klavier von Camille Saint-Saëns auf seiner Geige auswendig. Bei diesem ausgesprochen kapriziösen Werk, mit den vielen Melodien und Rhythmen, war er nimmer im Einklang mit dem „Altmeister“ der Liedbegleitung, Gérard Wyss. Das Publikum zollte hier besonders langen Beifall.

Eine Romanze für Violincello und Klavier, ebenfalls von Saint-Saëns, brachte anschließend Gérard Wyss mit der lokalen Cello-Künstlerin Monika Gaggia zum Vortrag. Auch diese Solocellistin harmonierte mit Professor Wyss am Flügel blind, sowohl bei diesem etwas getragenen Musikstück, wie anschließend bei dem feurigen „Allegro appassionato“ von Saint-Saëns. Das Können und das Musikverständnis waren klar zu sehen hören und zu sehen.

Den zweiten Teil nach der Pause eröffnete Professor Wyss mit einem Klaviersolo. Von Mozart heißt es, „das Genie setzte sich einfach ans Klavier und erfand seine Phantasias“. So soll es mit der Fantasie für Klavier in c-Moll geschehen sein. Meister Wyss wirkte beim Vortrag dieser Fantasie, als würde er sie gerade erfinden. Er brauchte keine Noten, schien manchmal in sich versunken, oder eben heiter fröhlich, wenn er lange Triller und Läufer, schwere Akkorde oder liebliche Melodien von den Tasten in den Saal zauberte. Sein bis dahin schon bewundertes Spiel zusammen mit den Geigen und dem Cello fand hier eine Krönung.

Zum Abschluss dieses Benefizkonzertes traten die Künstler gemeinsam auf. Mit Mozarts Klavierquartett in Es-Dur zeigten sie noch einmal mit großer Freude ihr Können und den Spaß am gemeinsamen Musizieren. Das Publikum geriet ins Träumen und Schwärmen und spendete zuletzt dankbar langen Beifall, sodass der dritte Satz als Zugabe gewährt wurde.

Dr. Dworzak bedankte sich bei allen Künstlern. Mit Bedauern gab er bekannt, dass die „Baseler Musiker“ nach diesem 20. Konzert nicht mehr nach Zangberg kommen können. Und Professor Wyss bestätigte, dass er gerne in diesem Saal im Kloster Zangberg gespielt habe, denn das Publikum war immer hervorragend. Und gerne habe er natürlich für seinen Freund Hans Dvorzak und dessen gutes Werk gespielt. nz

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