„Salut Salon“ nimmt Publikum in Mühldorf mit ins Land der Träume

von Redaktion

Hamburger Quartett überzeugt im Stadtsaal mit hochkarätiger Musik und einer eindrucksvollen Bühnenshow

Mühldorf – „Träume sind die Sterne am Himmel deiner Fantasie“, lautet das Zitat eines unbekannten Autors. Exakt in diese magische Welt nimmt das Ensemble „Salut Salon“ sein Publikum bei seinen Konzerten mit.

Ihre hochkarätige Klassikmusik, vereint mit einer einzigartigen Bühnenshow, bringt Menschen tatsächlich ins „Träumen“. Und so lautet auch der Titel ihres aktuellen Programms, das sie kürzlich im Stadtsaal in Mühldorf auf die Bühne brachten: „Träume“.

Klassik und
Gesangseinlagen

Das Hamburger Quartett feiert heuer sein 20-jähriges Bühnenjubiläum. Dabei können die Mitglieder auf eine beachtliche Musikkarriere zurückblicken, die sie auf die ganz großen Bühnen in Europa, Nordamerika, Asien und Südamerika führte. „Salut Salon“ steht für brillante klassische Musik von Brahms bis hin zu Tschaikowski und Angelika Bachmann, denn Letztere spielt nicht nur erstklassig Geige, sie komponiert auch selbst eigene Werke.

Bachmann zählt zu den Gründerinnen von „Salut Salon“. Beim Konzert in Mühldorf konnte sie allerdings aufgrund einer Verletzung nicht auftreten. Dafür sorgte Violinistin Rahel Rilling gemeinsam mit Pianistin Kristiina Rokashevich, Violinistin Mary Rose Scanlon und Cellistin Maria Well für ein unvergessliches Musikerlebnis. Rahel Rilling war als Ersatz für Angelika Bachmann eigens für das Konzert aus Lanzarote angereist.

Den Start des Abends machte das Quartett mit Astor Piazollas „Libertango“. Es folgten Tschaikowskis „Winterträume“ und Paul Dukas „Der Zauberlehrling“. „Wundersame Kräfte haben nicht nur Zauberer, sondern auch Hexen“, kündigen sie das Lied „Season Of The Witch“ von Donovan Philipps Leitch an und zeigten damit, dass sie auch großartige Sängerinnen sind.

Ins Träumen kam man auch bei „La Notte“ von Vivaldi und bei Johannes Brahms „Guten Abend, Gute Nacht“. Bei einem „Salut Salon“-Konzert darf natürlich der einzige Mann des Ensembles nicht fehlen: Maskottchen und Handpuppe Oskar war auch in Mühldorf dabei. Hier zeigen die Damen auch Talent als Puppenspielerinnen. Maskottchen Oskar schlug sanft auf die Klangstäbe eines Xylofons und bekam zur Feier des Tages ein Glas Champagner gereicht. Das Publikum war begeistert.

Geborene
Entertainerinnen

Nach Oskars Auftritt ging es für das Quartett wieder an die Geige, ans Cello und den Flügel. Es folgten wunderschöne Stücke wie „The Sleeping Beauty op. 66 – Waltz“ von Tschaikowski, Astor Piazollas „Romance Del Diablo“ und viele mehr.

Rilling, Rokashevich, Scanlon und Well lieben nicht nur die Musik, sie sind auch die geborenen Entertainerinnen und hatten sichtlich Spaß daran, das Publikum zum Lachen zu bringen. So trieben sie beim „Hexeneinmaleins“ von Johann Wolfgang von Goethe allerlei Schabernack. Hier verschmolzen Musik und Fantasie. Und auch auf Träume wurde wieder Bezug genommen. Rahel Rilling sagte: „Ich habe mir meine Träume mal aufgeschrieben. Manchmal sind es richtig schöne Träume und dann gibt es leider auch mal nicht so schöne Träume. Was tut man gegen schlechte Träume?“ Die Antwort darauf gab Violinistin Mary Rose Scanlon: „Man zerreißt sie einfach!“ – und darauf folgte das Lied „Träumerei“ von Robert Schumann. Weiße Flocken fielen wie Schnee vom Himmel und verliehen der Bühne einen Hauch von Wintermärchen.

„Salut Salon“ machten es mit ihrer fabelhaften Bühnenshow möglich, tatsächlich in die Welt der Träume einzutauchen und die nicht immer schöne Realität zumindest für einige Zeit komplett auszublenden.

Einen bewegenden Abschluss fand das Konzert mit einem Stück des georgischen Komponisten Sulchan Zinzadse. Darin geht es um eine Mutter und ihr Kind, die ihre Heimat verlassen mussten und von ihrer Heimkehr träumen. Ein trauriges Lied, geprägt von Sehnsucht. Begeistert und berührt spendete das Pubilkum dem charismatischen Frauen-Quartett tosenden Applaus. Kirsten Seitz

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